Deutsches Historisches Institut in Rom
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Juli–August

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Chancen
Stipendien Klaus Voigt

Der deutsche Historiker Klaus Voigt (1939−2021) hat sich in seiner Forschung vor allem des Schicksals der in Deutschland, Österreich und den Nachbarländern durch das NS-Regime verfolgten Juden angenommen, die im faschistischen Italien ein "prekäres Refugium" fanden. Dem DHI Rom hat der renommierte Exilforscher ein Vermächtnis hinterlassen, das zur Förderung der Forschungsthemen beitragen soll, die ihm am Herzen lagen.

 

Auf die Forschungsstipendien zum Gedenken an Klaus Voigt können sich italienische Historiker*innen (Doktorand*innen oder Postdocs) bewerben, die entweder zur deutschen Zeitgeschichte oder zu den Themen Flucht und Exil in der italienischen Zeitgeschichte forschen.

 

Bewerbungen werden bis zum 14. August 2026 ausschließlich in unserem Bewerbungsportal entgegengenommen, wo die vollständige Ausschreibung verfügbar ist.

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Ludwig und Margarethe Quidde Fellowship

Mit dem Ludwig und Margarethe Quidde Fellowship wird ein sechs bis zwölf Monate langer Forschungsaufenthalt in Italien gefördert. Das Programm richtet sich an promovierte Nachwuchswissenschaftler*innen, die herausragende Leistungen im Bereich der Geschichte oder Musikwissenschaft erbracht haben und nun ein neues Forschungsprojekt verwirklichen möchten. Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung bis zum 14. August 2026.

 

Bewerbungen werden ausschließlich in unserem Bewerbungsportal entgegengenommen. Dort finden Sie alle weiteren Details zur Ausschreibung.

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Gerald D. Feldman-Reisebeihilfen
Recherchierend unterwegs

Ägypten, Deutschland, Finnland, Frankreich, Georgien, Großbritannien, Indien, Israel, Italien, Japan, Libanon, Litauen, Polen, Singapur, Tschechische Republik, Türkei, Ukraine, USA.

 

Ihr transnationales oder transregionales Projekt erfordert einen Aufenthalt in zweien oder dreien dieser Länder? Die Institute und Außenstellen der Max Weber Stiftung machen es möglich. Bewerben Sie sich auf ein Reisestipendium! Deadline ist der 4. Oktober 2026.

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Personalia

Unsere Bibliothekskollegin Martina Confalonieri geht in den Ruhestand. Unzählige Bücher sind durch ihre Hände gegangen – nicht nur in ihrer Funktion als Kustodin, sondern auch im Rahmen der von ihr durchgeführten Restaurierungsarbeiten. Wir wünschen ihr für diesen neuen Lebensabschnitt alles Gute.

 

Zum 1. Juli heißen wir Alessandra Liberatore als neue Bibliotheksmitarbeiterin und Expertin für die Erhaltung von Kulturerbe herzlich bei uns willkommen. Nach ihrem Studienabschluss in Geisteswissenschaften mit der Studienrichtung Kodikologie/Paläografie an der Universität "La Sapienza" in Rom und anschließend in "Restaurierungsmethoden und -techniken für Bücher und Schriftgut" an der Universität Tor Vergata in Rom arbeitete sie zehn Jahre lang für eine Genossenschaft im Bereich der Buchrestaurierung. Im Jahr 2010 machte sie sich in ihrem Beruf selbstständig und widmet sich dabei nicht nur der Restaurierung antiker Bücher, sondern auch der Konservierung und der Erhaltung antiker und moderner Sammlungen in Bibliotheken und Archiven. Seit 15 Jahren hält sie zudem für mehrere Kulturvereine Kurse zur Buchrestaurierung.

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Wer macht was?
Junge Forschung am DHI Rom

Hier finden Sie einen Überblick über unsere aktuellen Stipendiat*innen und ihre Forschungsthemen.

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Tagung
Between Democracy and Dictatorship. Interdependencies and Political Transfers Between Latin America, Europe and the USA in the 19th and 20th Century
Giuseppe Garibaldi während der Schlacht von San Antonio in Uruguay am 8. Februar 1846 (Bürgerkrieg in Uruguay), Stich, undatiert, Künstler unbekannt.

Vom 13. bis 14. Juli vertritt Petra Terhoeven das Institut auf einer internationalen Konferenz an der Universidad Adolfo Ibañez in Santiago de Chile. Aufgegriffen werden die Anregungen, die im Dezember 2025 vom Workshop zum gleichen Thema am DHI Rom ausgingen.

 

Ziel ist der Aufbau nachhaltiger wissenschaftlicher Kontakte in der Region im Rahmen der durch die Max Weber Stiftung (MWS) geförderten explorativen Maßnahmen. Die Tagung legt den Grundstein für die neue, vom Stiftungsrat der MWS im Mai 2026 ins Leben gerufene Transnationale Forschungsgruppe (TFG) "Imperial Legacies. Konflikte um Normen, Macht und Bilder in den postimperialen Gesellschaften Lateinamerikas (1820–2020)", die im Januar 2027 ihre Arbeit aufnimmt. Die TFG, die von den Deutschen Historischen Instituten in Washington und Rom sowie dem Deutschen Forum für Kunstgeschichte in Paris getragen wird, untersucht, wie imperiale Vergangenheiten die politischen Kulturen, internationalen Beziehungen und visuellen Ordnungen Lateinamerikas seit dem 19. Jahrhundert bis heute geprägt haben.

 

Die beteiligten Wissenschaftler*innen aus Lateinamerika und Europa fragen danach, wie koloniale und imperiale Ordnungsvorstellungen nach der Unabhängigkeit fortwirkten, umgedeutet oder zurückgewiesen wurden — etwa in Debatten über Staatsbürgerschaft, Recht, politische Legitimation, internationale Einflussnahme und gesellschaftliche Zugehörigkeit.

Einen besonderen Akzent setzt die TFG auf die Verbindung von Geschichtswissenschaft, Rechtsgeschichte und Kunstgeschichte: Macht, Normen und Bilder werden als eng miteinander verflochtene Felder verstanden, auf denen postimperiale Ordnung bis in die Gegenwart ausgehandelt wird.

Auf der bevorstehenden Tagung steht die Frage im Mittelpunkt, welche Rolle transnationale Transfers zwischen Lateinamerika und Europa dabei spielten.

 

Internationale Tagung der Universidad Adolfo Ibañez, dem Deutschen Forum für Kunstgeschichte (DFK Paris) und den Deutschen Historischen Instituten in Washington und Rom.

Programm (PDF)

 

13.–14. Juli 2026

Santiago de Chile, Universidad Adolfo Ibañez, Errázuriz Campus

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Bibliothek
Cool bleiben. Bei uns ganz wörtlich

Klimatisierte Lesesäle, Parkplätze, Blick ins Grüne und Bibliotheksservice den ganzen Sommer über.

Unsere Bibliothek ist auch im Juli und August ohne Einschränkungen für Sie geöffnet.

 

Öffnungszeiten:

Montag – Freitag, 9.00–19.00 Uhr

 

Serviceanfragen und Reservierungen:

bibliothek[at]dhi-roma[dot]it



Wir freuen uns auf Ihren Besuch und wünschen Ihnen einen angenehmen Sommer!

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DHI Podcast

Sommerzeit ist Ferienzeit! Entspannen Sie sich nicht nur beim Lesen, sondern auch mit unserem Podcast-Angebot:

 

Die neueste Folge unserer Reihe "DHI Next Generation" ist online. Unsere Stipendiatin Julia Andree erzählt, warum Sie Feuer für die italienische mittelalterliche Geschichte gefangen hat und welche Rolle unser Institut dabei spielt.

 

Außerdem finden Sie auf unserer Website den Buch-Podcast "Between the Lines". Wir befragen Lars Döpking, unseren wissenschaftlichen Mitarbeiter im Bereich Neuere und Neueste Geschichte, zu seiner Doktorarbeit "Fiskalische Herrschaft. Steuern, Staat und Politik in Italien seit 1945" – denn Steuern gehen uns alle an.

 

Auch unsere Podcast-Reihe zu neuer Musik steht unter dem Titel "Römische Horizonte – Orizzonti romani" weiterhin für Sie zur Verfügung.

Das gleiche gilt für unseren Dokumentarfilm "MedAtlantic. Perspectives on the Past. Genuese Merchant Networks" sowie für viele Podcasts zu am DHI Rom gehaltenen Vorträgen.

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DHI Rom – Ausblick

Für alle, die bereits neugierig auf unsere Veranstaltungen der nächsten Monate sind, lohnt sich ein Blick auf unsere Website.

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Impressum
Redaktion: Dr. Claudia Gerken, Ulrike Hekermans, Dr. Kordula Wolf
Deutsches Historisches Institut in Rom
Via Aurelia Antica, 391 - I-00165 Roma - Italia - www.dhi-roma.it