Deutsches Historisches Institut in Rom
Newsletter
Februar

› Wenn die Elemente nicht richtig angezeigt werden, klicken Sie hier, um den Newsletter im Browser zu öffnen.

Chancen
Praktika

Das Deutsche Historische Institut in Rom vergibt jedes Jahr mehrere sechswöchige Praktika an Studierende der Geschichte, der Musikwissenschaft und der Digital Humanities vorwiegend höherer Semester, deren Studien auf das Gebiet der deutsch-italienischen Beziehungen oder der italienischen Geschichte ausgerichtet sind.

Bewerbungsfrist für den Zeitraum ab Mitte August bis zum Jahresende 2026 ist der 15. März 2026.

 

Bewerbungen werden ausschließlich in unserem Bewerbungsportal entgegengenommen, wo die vollständige Ausschreibung verfügbar ist.

Mehr erfahren
Call for Papers
Deadline 18. Februar 2026
Comparative Perspectives on Genetic Criticism in Music
"Genetisch-kritisches Babel" der Forschung zu musikalischen Schaffensprozessen (KI-unterstützt generiert).

Die 2025 gegründete IMS Study Group "Comparative Perspectives on Genetic Criticism" lädt zu ihrer ersten internationalen Tagung ans DHI Rom ein. Mit der Konferenz zielt sie einerseits auf eine Standortbestimmung der Fragestellungen, Methoden und Terminologien in textgenetischen Studien zu musikalischen Schaffensprozessen und andererseits auf die Identifikation komparatistischer Potenziale, d.h. Komponisten-übergreifender methodischer Ansätze.

 

In den letzten Jahrzehnten hat die Forschung zu den kreativen Prozessen in der Musik einen spürbaren Aufschwung erlebt, der allerdings von einer kaum noch zu überblickenden Ausweitung des Vokabulars begleitet wurde. Dieses "genetisch-kritische Babel" (Grésillon, 1994) erschwert zunehmend den Dialog zwischen Projekten und Forschungsgruppen. Die Konferenz fordert daher bewusst dazu auf, Ideen und Erfahrungen für eine komparatistische Skizzenforschung zu teilen und den Austausch zu fördern, möglicherweise auch mit Blick auf digitale Datenmodelle und editorische Werkzeuge. Welche Ähnlichkeiten oder Bezugnahmen in unterschiedlichen Forschungstraditionen lassen sich bereits jetzt beobachten? Welche Methoden können zwischen Projekten diskutiert und womöglich wechselseitig übernommen werden? Welche epistemischen Potenziale stecken in einem komparatistischen Zugriff?

 

Internationale Tagung: 16.–18. November 2026 am Deutschen Historischen Institut in Rom

Sprachen: Deutsch, Italienisch, Englisch, Französisch

 

Wir bitten um die Einsendung von Abstracts (max. 300 Wörter) in einer der Konferenzsprachen zusammen mit einer kurzen biografischen Notiz (max. 100 Wörter) bis zum 18. Februar 2026 an elisa[dot]novara[at]dhi-roma[dot]it.

Mehr erfahren
Personalia
Wer macht was?
Junge Forschung am DHI Rom

Hier finden Sie einen Überblick über unsere aktuellen Stipendiat*innen und ihre Forschungsthemen.

Mehr erfahren
Vorträge
Luca Fiorito (Rom)
"Follia scientifica" o "esempio fascista"? Le reazioni internazionali all'introduzione delle politiche razziali nell'Italia fascista (1938–1940)
Titelblatt der Zeitschrift "Difesa della Razza", 5. November 1939, "den ausländischen Rassisten gewidmet".

Die im Juli 1938 mit der Veröffentlichung des "Manifesto della Razza" begonnene Kampagne zur endgültigen Durchsetzung der Kategorie "Rasse" im faschistischen Italien war von einer bis dahin ungekannten Schnelligkeit und Härte gekennzeichnet. Bereits nach vier Monaten übertraf sie teilweise die nationalsozialistische Gesetzgebung. In der internationalen Öffentlichkeit erregten die italienischen Entscheidungen zwar großes Aufsehen, wurden aber bereits nach wenigen Monaten als reine Symbolpolitik abgetan, die weder im faschistischen Regime selbst noch in der italienischen Bevölkerung über ernsthaften Rückhalt verfüge. Tatsächlich resultierte diese Interpretation aus der propagandistischen Selbstdarstellung des Systems und diente seinen politischen Zielen.

Der Vortrag zeichnet die Entstehung des internationalen Bildes der faschistischen Rassenpolitik nach. Sein Einfluss auf politische Prozesse im Ausland soll am Beispiel Deutschlands und Großbritanniens erörtert werden. Es wird deutlich, dass sich die italienische Politik bewusst in einen Prozess der zunehmenden Radikalisierung rassistischer Politik in Europa einfügte.

 

17. Februar 2026, 17.30–19.00 Uhr

Monatsvortrag

 

Deutsches Historisches Institut in Rom

Bitte registrieren Sie sich für eine Präsenz- oder Online-Teilnahme

Vortrag in italienischer Sprache

 

Kontakt bei Schwierigkeiten mit der Anmeldung: info-event[at]dhi-roma[dot]it.

Mehr erfahren
19
Feb
Lucia Maria Orlandi
SIGN-IT – Signacula in Roman and Post-Roman Italy. Marking Religious and Cultural Identity (2nd–11th c. CE)

Circolo Medievistico Romano

Vorsitz: Andreas Rehberg

 

16.00 Uhr

École française de Rome (Piazza Navona, 62)

Mehr erfahren
5
Mrz
Simone Derix (Friedrich-Alexander-Universität Erlangen)
Die Stimme(n) in der Demokratie

18.00–19.30 Uhr

Jahresvortrag anlässlich der Sitzung des Wissenschaftlichen Beirats

 

Deutsches Historisches Institut in Rom

Bitte registrieren Sie sich für eine Präsenz- oder Online-Teilnahme
Vortrag in deutscher Sprache

 

Kontakt bei Schwierigkeiten mit der Anmeldung: info-event[at]dhi-roma[dot]it.

Mehr erfahren
Tagungen
Ökonomische Praktiken in der Renaissance. Geschlechtergeschichtliche Spurensuche und methodische Innovation
Seite aus einem "Libro Giornale", das für Laura da Gagliano angelegt wurde, die als Witwe und "tutrice" stellvertretend das Vermögen der Erben des Piero da Gagliano verwaltete. Pisa, Scuola Normale Superiore, Archivio Salviati, ser. IV, no. 41, ac. (8)-9.

Welche ökonomischen Handlungsräume hatten Frauen in der italienischen Renaissance? Das Wissen darüber ist gering, denn weibliches Wirken wurde bevorzugt marginalisiert oder gar unsichtbar gemacht. Während Wirtschafts- und Geschlechtergeschichte meist nicht zusammen betrachtet werden, sollen sie im Rahmen dieses methodisch innovativen Workshops zusammengeführt werden.

 

Die Rekonstruktion von Erbvorgängen ist hierfür besonders gut geeignet: die rechtlichen und sozialen Rahmenbedingungen werden mit Informationen zur Vermögensakkumulation und Besitzweitergabe verknüpft. Indem alle überlieferten Texte und Archivmaterialien berücksichtigt werden, werden nicht nur Handlungsnetzwerke im Allgemeinen rekonstruierbar. Die konsequente Zusammenführung der Quellen ist auch die Voraussetzung für die Sichtbarmachung weiblicher Agency und die Eröffnung neuer geschlechtergeschichtlicher Perspektiven der Interpretation.

 

Deutsch-italienischer Workshop der Universität Leipzig in Kooperation mit dem DHI Rom.

Programm

4.–5. Februar 2026

Kontakt: Adina Eckart, adina[dot]eckart[at]outlook[dot]de; Heinrich Lang, heinrich[dot]lang[at]uni-leipzig[dot]de

 

Deutsches Historisches Institut in Rom

Bitte registrieren Sie sich für eine Präsenz-Teilnahme

 

Kontakt bei Schwierigkeiten mit der Anmeldung: info-event[at]dhi-roma[dot]it.

Mehr erfahren
Musikwissenschaftliche Karrierewege ins Ausland
Weltweites Netzwerk, erstellt mit ChatGPT.

Die Gründe für akademische Mobilität sind vielfältig: Neue wissenschaftliche Fragestellungen und die Internationalisierung der Forschungslandschaft, die Gründung neuer wissenschaftlicher Institutionen, die Eröffnung neuer beruflicher Möglichkeiten, die Pflege persönlicher und beruflicher Netzwerke, Impulse der Kulturpolitik.

Akademische Mobilität kann das Ergebnis einer bewussten Entscheidung, aber auch durch politischen Druck und Verfolgung erzwungen sein. Internationale Biografien – etwa von Wissenschaftler*innen wie Higinio Anglès, Alfred Einstein, Vladimír Karbusický, Zofia Lissa oder Kathi Meyer-Baer – zeugen von den Verflechtungen von Musik, Forschung und Politik sowie von der historischen Bedeutung und allzu oft sogar lebenswichtigen Notwendigkeit von Mobilität im Bereich der Musikwissenschaft.

 

Symposium der Fachgruppe Nachwuchsperspektiven der Gesellschaft für

Musikforschung in Kooperation mit der Musikgeschichtlichen Abteilung des DHI Rom

 

25.–27. Februar 2026

Kontakt: Vera Grund, v[dot]grund[at]dhi-roma[dot]it

 

Deutsches Historisches Institut in Rom

Bitte registrieren Sie sich für eine Präsenz- oder Online-Teilnahme

 

Kontakt bei Schwierigkeiten mit der Anmeldung: info-event[at]dhi-roma[dot]it.

Mehr erfahren
Publikation
Sabine Ehrmann-Herfort/Adrian Kuhl/Matthias Pasdzierny/Dörte Schmidt (Hg.)
"Man müßte nach Rom gehen". Bernd Alois Zimmermann und Italien

Jetzt im Open Access!

Für zahlreiche Kunstschaffende und Intellektuelle aus dem deutschsprachigen Raum war Italien in der Nachkriegszeit einmal mehr Sehnsuchts- und Zufluchtsort. Das gilt auch für Bernd Alois Zimmermann (1918–1970), einen wichtigen Vertreter der musikalischen Avantgarde. 1957 erhielt er als erster Komponist in der wieder eröffneten Deutschen Akademie Rom Villa Massimo ein Stipendium. Weitere Rom-Aufenthalte folgten und wurden für Zimmermann zu biografisch wie künstlerisch prägenden Erfahrungen. Der 2020 veröffentlichte Band diskutiert Zimmermanns Italien-Aufenthalte erstmals umfassend und aus unterschiedlichen Perspektiven. Er beleuchtet die Entstehung einzelner Werke, die institutionelle Einbindung der Villa Massimo in die Kulturlandschaft der Zeit des Kalten Krieges sowie die Rezeption Zimmermanns in der italienischen Moderne.

 

Sabine Ehrmann-Herfort/Adrian Kuhl/Matthias Pasdzierny/Dörte Schmidt (Hg.), "Man müßte nach Rom gehen". Bernd Alois Zimmermann und Italien, Kassel u.a.: Bärenreiter 2020 (Analecta musicologica 55), ISBN 978-3-7618-2142-8, URL: https://perspectivia.net/receive/pnet_mods_00004332.

Mehr erfahren
DHI Rom – Ausblick

Für alle, die bereits neugierig auf unsere Veranstaltungen der nächsten Monate sind, lohnt sich ein Blick auf unsere Website.

Mehr erfahren
Impressum
Redaktion: Dr. Claudia Gerken, Ulrike Hekermans, Dr. Kordula Wolf
Deutsches Historisches Institut in Rom
Via Aurelia Antica, 391 - I-00165 Roma - Italia - www.dhi-roma.it