Deutsches Historisches Institut in Rom
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Januar

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Grußwort

Herzlich möchte ich Sie im neuen Jahr 2021 begrüßen. Das "andere Jahr", das für uns völlig überraschend im vergangenen März begonnen hat, entzieht sich freilich jeglicher Kalenderlogik, und leider können wir sein Ende noch nicht absehen. Für uns bedeutet dies, wie es jetzt gerne heißt, weiter auf Sicht zu fahren, von einem Lockdown in den anderen, unsere Veranstaltungen, soweit möglich, virtuell zu organisieren und unseren Stipendiatinnen und Stipendiaten die unter den gegenwärtigen Umständen bestmöglichen Arbeitsbedingungen zu bieten. Auch wenn die Bibliothek vorerst für externe Leserinnen und Leser geschlossen bleiben muss, halten wir weiterhin das Angebot eines kostenlosen Scanservices aufrecht. Im Vergleich etwa zu Schulen und Universitäten müssen wir mit relativ überschaubaren Problemen zurechtkommen. Es ist uns allen jedoch bewusst, dass ein Forschungsinstitut wie das unsrige, das auch ganz wesentlich vom Austausch und der direkten Begegnung vor Ort lebt, nicht auf zu lange Dauer virtualisiert werden darf. Deshalb hoffen wir auf eine Rückkehr in den "Normalbetrieb" in nicht allzu ferner Zeit und versuchen in der Zwischenzeit des Ausnahmezustands die vorhandenen Spielräume zugunsten unserer Aufgaben, so gut es geht, wahrzunehmen.

Im Namen aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Deutschen Historischen Instituts in Rom danke ich Ihnen für Ihre Unterstützung und Ihr Interesse an unseren Aktivitäten und wünsche Ihnen ein gesundes gutes Jahr 2021.

Martin Baumeister

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Chancen
Stipendien

Das DHI Rom bietet verschiedene Programme im Bereich der historischen Wissenschaften sowie der Musikwissenschaft an: Forschungsstipendien, Reisestipendien und Stipendien zur Stellung eines Antrages auf Drittmittelförderung.

 

Die aktuellen Ausschreibungen mit Bewerbungsschluss am 28. Februar 2021 finden Sie in unserem Bewerbungsportal.

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2 x 0,65 Wiss. Mitarb. (m/w/d) "Geschichte der Euroskepsis"

Für ein Kooperationsprojekt mit dem DHI Rom sowie den DHIs London und Warschau schreibt das Hamburger Institut für Sozialforschung (HIS) zwei Promotionsstellen zur Geschichte der Euroskepsis aus. Bewerbungsfrist ist der 31. Januar 2021.

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Research position at the Italian-German Historical Institute (3-year fellowship)

The Italian-German Historical Institute (ISIG) offers a 3-year fellowship. The central task of the candidate is to develop a new and innovative research project in line with programmes of the Fondazione Bruno Kessler and to build up a close collaboration with the various projects at the Institute carried out at present. Application Deadline: 13 January 2021.

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Online-Vorträge
13
Jan
Ruth Nattermann
Transnationaler Humanitarismus und Flüchtlingspolitik im Zeitalter der Weltkriege. Eine Beziehungsgeschichte politischer Akteure und humanitärer Aktivisten 1920–1956

15.30–17.30 Uhr

Mittwochsvortrag im Livestream

 

Bitte schreiben Sie zur Anmeldung eine Email an info-event(at)dhi-roma(dot)it.

Anmeldeschluss ist der 12. Januar 2021.

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28
Jan
Andreas Rehberg - Giulio Vaccaro
Un trattato su famiglie e stemmi romani del Trecento – prime osservazioni

15.30–17.30 Uhr

Circolo Medievistico Romano im Livestream

Vorsitz: Paolo D'Achille

 

Bitte schreiben Sie zur Anmeldung eine Email an info-event(at)dhi-roma(dot)it.

Anmeldeschluss ist der 27. Januar 2021.

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Publikationen
Topographie der Imaginationen. Johann Friedrich Rochlitz' musikalisches Italien um 1800
Carolin Krahn

Das ambivalente Image von Musik und Musikern aus Italien war für die Historiographie der deutschen Musik um 1800 von zentraler Bedeutung. Carolin Krahn zeigt dies anhand eines breiten Spektrums von Dokumenten zum Leipziger Musikschriftsteller Johann Friedrich Rochlitz. Im Kontext seiner Zeit verortet, eröffnet dessen Œuvre ein facettenreiches diskursives Feld, das neben ästhetischen auch konfessionelle, national aufgeladene, oft polemische Haltungen gegenüber dem musikalischen Italien aufweist. Zentrale Akteure und Infrastrukturen, 'alte' und 'neue' Musik, Malerei, Oper, Kirchen- und Instrumentalmusik werden in der Studie ebenso beleuchtet wie mediale Verbreitungsstrategien im Streben nach dem Primat deutscher Tonkunst. Damit trägt die Autorin zur Reflexion einer bis in die Gegenwart reichenden, dialektisch zugespitzten Beziehung zwischen deutscher und italienischer Musikgeschichte bei.

 

Carolin Krahn, Topographie der Imaginationen. Johann Friedrich Rochlitz' musikalisches Italien um 1800, Wien: Hollitzer Wissenschaftsverlag 2020 (Wiener Veröffentlichungen zur Musikwissenschaft 54), ISBN 978-3-99012-898-5.

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Esperienza e diplomazia. Saperi, pratiche culturali e azione diplomatica nell'Età moderna (secc. XV−XVIII)
Stefano Andretta/Lucien Bély/Alexander Koller/Gérard Poumarède (Hg.)

Im Rahmen der in den letzten Jahren erfolgten grundlegenden Erneuerung der Diplomatieforschung richten sich die Beiträge des vorliegenden Bandes auf die individuellen und institutionellen Implikationen des Einsatzes von Personal, dessen vielfältige Kompetenzen mit den wechselhaften Umständen des Gesandschaftswesens interagieren. Es handelt sich dabei oftmals um Figuren mit "anderen" konzeptuellen Horizonten, deren Praktiken und Sprachgepflogenheiten die mit den traditionellen Verhandlungsmustern verbundenen Handlungen wirkungsvoll begleiten. Das Einbringen von Wissensbeständen erweist sich somit als die gelungene Durchführung eines Versuchs, der den diplomatischen Zielsetzungen und den ursprünglichen Kenntnissen nur scheinbar äußerlich ist. Umgekehrt stellt ein solcher Versuch auch die Voraussetzung für intellektuelle Perspektivierungen und Justierungen dar, die sich gerade aus den Erfahrungen einer diplomatischen Mission ergeben.

 

Stefano Andretta/Lucien Bély/Alexander Koller/Gérard Poumarède (Hg.), Esperienza e diplomazia. Saperi, pratiche culturali e azione diplomatica nell'Età moderna (secc. XV−XVIII), Roma: Viella 2020 (Studi e ricerche. Dipartimento di studi umanistici Università di Roma Tre 37), ISBN 978-8-83313-703-2.

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DHI online
Musicaroma Blog

In einem neuen Beitrag unseres Musicaroma Blogs geht es um Puppentheater mit Musik, zeitgenössische Oper und elektroakustische Kompositionen. Anlass ist der gerade in unserer Instituts-Schriftenreihe "Analecta musicologica" erschienene Tagungsband "'Man müßte nach Rom gehen'. Bernd Alois Zimmermann und Italien", den Sabine Ehrmann-Herfort, stellvertretende Leiterin unserer Musikgeschichtlichen Abteilung gemeinsam mit Adrian Kuhl, Matthias Pasdzierny und Dörte Schmidt herausgegeben hat. Im Gespräch mit Markus Engelhardt, dem Leiter unserer Musikabteilung spricht sie außerdem über die Italien-Erfahrung Zimmermanns 1957 als einer der ersten Nachkriegs-Stipendiaten an der Villa Massimo.

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70 Jahre diplomatische Beziehungen zwischen Italien und Deutschland
Foto: picture alliance dpa

Seit 70 Jahren bestehen die diplomatischen Beziehungen zwischen Italien und Deutschland. Dies hat die Deutsche Botschaft in Rom zum Anlass genommen, um mit uns eine Facebook-Serie zu konzipieren. Lutz Klinkhammer, unser stellvertretender Direktor und Referent für Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts, verfasst die Texte. Von Dezember bis Februar werden immer mittwochs insgesamt 9 Schlüsselmomente erzählt. Auf dem Facebook-Account der Botschaft (https://www.facebook.com/AmbasciataGermaniaRoma/) wird das jeweilige Ereignis vorgestellt - auf unserem Account (https://www.facebook.com/DHIRom) gibt es zusätzliche Informationen und einen Literaturtipp. Wir freuen uns, wenn Sie uns auf Facebook besuchen.

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"Zeitgenössische Geschichten" – "Storie Contemporanee"

Der italienische TV-Geschichtskanal Rai Storia stellt in einem Programm italienische Zeithistorikerinnen und -historiker und ihre Forschungsprojekte vor. Pro Folge werden in je 10-minütigen Gesprächen drei Wissenschaftler/-innen vorgestellt. In der Sendung am 8. Januar 2021 um 22.30 Uhr wird ein Interview mit unserem Stipendiaten Giorgio Lucaroni zu sehen sein, der über den Kampf gegen die Tuberkulose in Italien zur Zeit des Faschismus redet. Die Sendung wird anschließend auf Rai Play, dem Streaming-Dienst des öffentlichen Fernsesenders zur Verfügung stehen.

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TRAFO – Blog for Transregional Research

Im vergangenen Oktober haben wir das Buch unserer Stipendiatin Ruth Nattermann vorgestellt: Jüdinnen in der frühen italienischen Frauenbewegung (1861–1945). Biographien, Diskurse und transnationale Vernetzungen, Berlin-Boston 2020 (Bibliothek des Deutschen Historischen Instituts in Rom 140), ISBN 978-3-11-069328-7.

Jetzt hat der TRAFO Blog ein Interview mit ihr dazu geführt. Die Studie thematisiert die Erfahrungen italienisch-jüdischer Frauen im Kontext der italienischen Politik und Gesellschaft seit Beginn des liberalen Einheitsstaats, während des Ersten Weltkriegs und der faschistischen Diktatur bis 1945. Erstmals erschlossene Ego-Dokumente, zeitgenössische Zeitschriften und Archive der jüdischen Gemeinden sowie die Einsichten in Akten der Polizei haben es Ruth Nattermann ermöglicht, diese erste epochenübergreifende Studie zur jüdischen Beteiligung an der italienischen Frauenbewegung zu verfassen.

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Die Bedeutung des Vertrauens für die Geldpolitik der EZB

Im Rahmen der BMBF-Förderrichtlinie "Zusammenhalt in Europa" wird das DHI Rom ab Frühjahr 2021 zusammen mit den DHIs London und Warschau sowie dem Hamburger Institut für Sozialforschung (HIS) ein Kooperationsprojekt starten - "Europas Gegenbewegungen. Euroskeptische Verflechtungen von der Europäischen Integration bis heute".

 

Im Vorfeld fand am 16. Dezember 2020 ein Vortrag mit Diskussion zur Geldpolitik der Europäischen Zentralbank statt:

Isabel Schnabel (Europäische Zentralbank)

Waltraud Schelkle (London School of Economics)

Aaron Sahr (HIS)

Mark Schieritz (Journalist, DIE ZEIT, Moderation)

 

Eine Aufzeichnung ist in der HIS-Mediathek verfügbar: https://www.youtube.com/watch?v=UEVbZ-aYEBw&feature=youtu.be

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Impressum
Redaktion: Dr. Claudia Gerken, Dr. Gerhard Kuck, Dr. Kordula Wolf
Deutsches Historisches Institut in Rom
Via Aurelia Antica, 391 - I-00165 Roma - Italia - www.dhi-roma.it