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2025 war für das Institut auf ganz unterschiedlichen Ebenen eine ungewöhnlich intensive Zeit. Es gab mehrere überaus positive Nachrichten, die den Alltag jeweils auf ihre Weise durcheinandergewirbelt haben: Beeindruckende Karrieresprünge von gleich drei unserer Mitarbeitenden – Christoph Sander, Simon Unger und Stefan Laffin – , von denen wir uns in der Folge vorzeitig, aber im Vertrauen auf bleibende enge Verbindungen verabschieden mussten. Der Erfolg unseres gemeinsam mit dem GHI Washington und dem DFK Paris eingereichten Antrags auf die Finanzierung explorativer Maßnahmen in Lateinamerika beim Stiftungsrat der MWS. Und, last but not least, die lang ersehnte, aber zuletzt angesichts leerer öffentlicher Kassen doch scheinbar in weite Ferne gerückte Zusage des BMFTR, dass wir mit den Mitteln für die überfällige Sanierung unseres Institutsgebäudes rechnen dürfen. Wir interpretieren diese Nachricht als starkes Zeichen der Wertschätzung unserer langjährigen Arbeit für die deutsch-italienischen Wissenschaftsbeziehungen am Standort Rom und sind allen, die zu dieser Entscheidung beigetragen haben, für ihr Engagement zutiefst dankbar! Mit so viel Rückenwind ist es nicht schwer, optimistisch auf die Herausforderungen der kommenden Monate zu blicken. So erwartet uns die turnusgemäße Evaluation unseres Instituts durch eine fünfköpfige unabhängige Kommission, die unser Haus im April 2026 begehen wird. Grundlage ist ein ausführlicher Bericht über die Aktivitäten der letzten sieben Jahre, den wir im vergangenen Jahr im Team erstellt haben. Wir freuen uns auf den Austausch mit der Kommission und erhoffen uns von den Gesprächen wertvolle Impulse für unsere Arbeit! Schon vor der Evaluation wird das DHI Rom Gastgeber für zwei Spring Schools für fortgeschrittene Studierende der Mittelalterlichen sowie erstmals auch der Neuzeitlichen Geschichte sein, die von unserem Beiratsvorsitzenden Florian Hartmann respektive unseren Beiratsmitgliedern Christoph Cornelißen und Simone Derix verantwortet werden. Letztere wird auch den diesjährigen Jahresvortrag im Rahmen der Beiratssitzung Anfang März halten. All dem sehen wir mit Spannung entgegen! Im Mai wiederum freuen wir uns auf die gemeinsam mit dem GHI Washington und weiteren Partnern in Deutschland konzeptionalisierte Tagung Gender and Violence. Power Dynamics and their Representations; die Keynote hält die Kollegin Mara Keire von der Universität Oxford. Im Juni reist eine Delegation des Instituts nach Santiago de Chile, wo wir im Rahmen einer internationalen Konferenz an der Universidad Adolfo Ibañez die Anregungen aufgreifen, die im Dezember 2025 vom Workshop Between Democracy and Dictatorship. Interdependencies and Political Transfers Between Latin America, Europe and the USA in the 19th and 20th Century am DHI Rom ausgingen. Ziel ist der Aufbau nachhaltiger wissenschaftlicher Kontakte in der Region im Rahmen der durch die MWS geförderten explorativen Maßnahmen. Nach der Sommerpause steht eine gemeinsam mit dem MWS-Forschungszentrum Ukraine in Lviv am römischen DHI geplante Tagung unter der Überschrift Brest 1596. New Visions of Unity and Diversity in Pre-Modern Christianity(ies) bevor. Und natürlich gibt es wie immer den traditionsreichen "Studienkurs Rom", der 2025 mit neuem Konzept und mehr Führungen in der Stadt wieder ein großer Erfolg war. Aber das sind nur Schlaglichter auf ein vielseitiges wissenschaftliches Programm mit Themen aus allen am DHI vertretenen Epochen und Disziplinen, zu dem wie immer auch unsere Stipendiat*innen in erheblichem Maße beitragen. Wie nicht zuletzt auch dieser Newsletter für den Januar 2026 beweist, gehen insbesondere von unserer musikhistorischen Abteilung unter der Leitung von Vera Grund kontinuierlich Impulse und Initiativen aus, die in der wissenschaftlichen Community hohe Strahlkraft entwickeln. Dass all das möglich war und ist, verdanken wir zahlreichen Personen hinter den Kulissen – in der Verwaltung, der Wissenschaftskommunikation, der Bibliothek, der IT und dem Management unserer hochgeschätzten, aber eben auch nicht immer einfachen Liegenschaft. Ich möchte die Gelegenheit nutzen, ihnen allen zu sagen: Siete fantastici – Ihr seid super! Namentlich möchte ich Niklas Bolli hervorheben, der – im Team mit Alexis Sittler von der MWS-Geschäftsstelle in Bonn – mit großem Engagement die komplexen Planungen im Rahmen der bevorstehenden Baumaßnahme und der damit erforderlichen Zwischenunterbringung angeht. Niklas hat uns bereits im letzten Sommer mit dem rundum sanierten und mit neuester Konferenz- und Klimatechnik ausgestatteten Vortragssaal im Erdgeschoss der Musikabteilung ein besonderes Geschenk gemacht, das die fortgesetzte Sperrung des großen Konferenzsaals sehr viel weniger belastend macht. Ganz gleich, ob wir Sie 2026 persönlich in der Via Aurelia Antica begrüßen dürfen oder ob Sie unseren Veranstaltungen online folgen: Wir möchten Ihnen vielmals für Ihr Interesse und Ihre Impulse danken, auf die wir auch in Zukunft mehr denn je angewiesen bleiben werden. Im Namen aller Mitarbeitenden wünsche ich Ihnen ein gesundes, friedliches und erfolgreiches Neues Jahr! Mit herzlichen Grüßen, Ihre Petra Terhoeven
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