Die Konferenz untersucht, wie Gewalt vom 19. Jahrhundert bis heute in der Öffentlichkeit als ein stark geschlechtsspezifisches Phänomen dargestellt wurde. In den Einzelbeiträgen werden Narrative von Aggression und Verletzlichkeit in den Bereichen (Populär-) Medien, Recht und Politik betrachtet. Diese Narrative haben wiederum den politischen Entscheidungsprozess beeinflusst und prägen die gesellschaftlichen Realitäten weiterhin auf mehrdeutige Weise. Öffentliche Diskurse über Gewalt hinterfragen und festigen zugleich Geschlechterhierarchien.
Unser Ziel ist es, ein differenzierteres Verständnis dafür zu entwickeln, wie Geschlechterhierarchien mit der oft ambivalenten öffentlichen Wahrnehmung bestimmter Verhaltensweisen als gewalttätig oder gewaltfrei verflochten sind.
In sieben separaten Panels werden Perspektiven zu Gewalt in Paarbeziehungen, institutioneller (oder institutionalisierter) Gewalt und Kriegsgewalt, aber auch zu Gesetzesinitiativen und Aktivismus gegen bestimmte Formen von Gewalt, thematisiert und zusammengeführt.
Tagung in Zusammenarbeit mit dem German Historical Institute Washington, der Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg und dem LWL-Institut für westfälische Regionalgeschichte, Münster.
Kontakt: Raphael Simon Rössel, roessel[at]ghi-dc[dot]org
20.–22. Mai 2026
Deutsches Historisches Institut in Rom
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Kontakt bei Schwierigkeiten mit der Anmeldung: info-event[at]dhi-roma[dot]it.