Deutsches Historisches Institut in Rom
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Mai

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Chancen
Ausschreibung Romkurs

Bis zum 10. Mai 2026 läuft die Ausschreibung für den diesjährigen Studienkurs, der vom 4. bis zum 13. Oktober in Rom stattfinden wird. Er richtet sich an fortgeschrittene Studierende und Promovierende der Fächer Geschichte und Musikgeschichte. Dabei geht es um die Geschichte Roms vom Frühen Mittelalter bis in die Zeitgeschichte mit Grundfragen beider Disziplinen. Alle weiteren Informationen finden Sie in unserem Bewerbungsportal.

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Call for Papers
Jahrestagung des Arbeitskreises Historische Soziologie
Asymmetrische Beziehungen – Asymmetrische Verhältnisse

Deadline: 1. Juni 2026

Im November 2026 organisiert das DHI Rom in Kooperation mit dem Arbeitskreis Historische Soziologie eine transepochale Tagung zum Thema "Asymmetrische Beziehungen – asymmetrische Verhältnisse". Wir rufen daher Forschende aus den historischen Kultur- und Sozialwissenschaften sowie der Historischen Soziologie dazu auf, anhand von empirisch fundierten und analytisch strukturierten Beiträgen die Ursprünge, Umbrüche und Kontinuitätslinien von Asymmetrien zu debattieren. Unter anderem gilt es auszuloten, inwiefern das Begriffspaar asymmetrische Beziehungen / asymmetrische Verhältnisse das Potential hat, transepochale Brücken zu schlagen und den Dialog von Sozial- und Geschichtswissenschaften zu intensivieren.

 

Alle weiteren Informationen finden Sie in unserem Bewerbungsportal.

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Euro-Mediterranean Entanglements in Medieval History
Abraham Cresques, Katalanischer Weltaltlas, um 1375, Ausschnitt (© Wikimedia Commons).

Deadline: 8. Juni 2026

Die Deutschen Historischen Institute London, Paris, Rom und Warschau setzen im akademischen Jahr 2026/2027 die Online-Seminar-Reihe "Euro-Mediterranean Entanglements in Medieval History" fort. Sie richtet sich an Wissenschaftler*innen aller mediävistischen Disziplinen und Qualifikationsstufen. Ziel ist es, ein internationales und interdisziplinäres Forum zu schaffen, um den Austausch über vielfältige Themen und methodische Ansätze zu fördern.

Wir laden interessierte Forschende herzlich ein, ihre laufenden oder vor Kurzem abgeschlossenen Arbeiten vor einem internationalen Publikum zu präsentieren und zu diskutieren.

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Personalia
Hannah Ahlheim
Schreibzeit Rom

Seit Ende April ist die Zeithistorikerin Hannah Ahlheim von der Universität Gießen bei uns. Sie wird bis zum 11. Juni am Institut fernab vom Semesterbetrieb an ihrem Projekt "Grenzen der Freiheit? Anti-Psychiatrie als europäische Bewegung (1961–2026)" arbeiten. Am Dienstag, dem 9. Juni wird sie im Rahmen eines öffentlichen Vortrags am DHI darüber berichten.

 

Damit führen wir zugleich das neue Format der "Schreibzeit Rom" ein. Es handelt sich um ein nicht-dotiertes Fellowship für arrivierte Forschende der Fächer Geschichte und Musikgeschichte. Näheres dazu in Kürze auf unserer Website.

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Wer macht was?
Junge Forschung am DHI Rom

Hier finden Sie einen Überblick über unsere aktuellen Stipendiat*innen und ihre Forschungsthemen.

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Vorträge
Julia Burkhardt (LMU München)
Jede Tötung erzählt eine Geschichte. Femizid im Mittelalter
Jan van Boendale (1279–ca. 1350), Brabantsche Yeesten, book IV, KBR ms. IV 684, fol. 21v.

Im Laufe der Jahrhunderte wurden (und werden) Frauen von Männern aufgrund ihres Geschlechts, geschlerchtsspezifischer sozialer Rollen oder gesellschaftlicher Erwartungen getötet. Jede Tötung erzählt eine Geschichte: Von Überlegenheits- und Kontrollansprüchen der Täter, Gesellschaftsordnungen, Sanktionspraktiken oder gesellschaftlichen Reflexionen. Die systematische Analyse solcher Fälle erlaubt neue Einblicke in soziale Hierarchien und Geschlechterverhältnisse einer Zeit. Anhand ausgewählter Beispiele aus dem mittelalterlichen Heiligen Römischen Reich diskutiert der Vortrag Perspektiven für eine historische Femizidforschung.

 

7. Mai 2026, 18.00–20.00 Uhr

Öffentlicher Vortrag

Veranstaltungsflyer (PDF)

 

Deutsches Historisches Institut in Rom

Bitte registrieren Sie sich für eine Präsenz- oder Online-Teilnahme
Vortrag in deutscher Sprache

 

Kontakt bei Schwierigkeiten mit der Anmeldung: info-event[at]dhi-roma[dot]it.

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Giulio Merlani (DHI Rom)
I greci e la guerra santa nella prima età moderna. Percezione identitaria, strumentalizzazione politica e propositi ideali
Bernard van Rantwyck, Pius II. empfängt und präsentiert die Reliquie des hl. Andreas an der Ponte Milvio, um 1583.

Das Phänomen des "Heiligen Krieges", insbesondere im christlich-katholischen Kontext, hat in den letzten Jahrzehnten in der Geschichtsforschung stark an Bedeutung gewonnen. Viele Forschende haben ihre Perspektiven auf die Kreuzzüge erweitert und betrachten diese zunehmend als langfristiges, prägendes Phänomen, das sich vielfältigen Bedürfnissen und Zielen anpassen ließ.

Doch nicht nur in der westlichen christlichen Welt spielte der "Heilige Krieg" eine zentrale Rolle: Auch in Osteuropa entfaltete er auf ideologischer, kultureller, materieller und geopolitischer Ebene große Wirkung. Besonders zwischen dem 15. und 17. Jahrhundert begünstigte die Expansion des Osmanischen Reiches seine Wiederbelebung.

Im Fokus steht die Frage, inwiefern sich der Kreuzzug – oder genauer gesagt: Diskurs und Praxis des "Heiligen Krieges" – über die Grenzen des Katholizismus hinaus auch im Balkan bei Vertretern der griechischen Welt manifestierte.

 

12. Mai 2026, 17.30–19.00 Uhr

Monatsvortrag

 

Deutsches Historisches Institut in Rom

Bitte registrieren Sie sich für eine Präsenz- oder Online-Teilnahme
Vortrag in italienischer Sprache

 

Kontakt bei Schwierigkeiten mit der Anmeldung: info-event[at]dhi-roma[dot]it.

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20
Mai
Mara Keire (Rothermere American Institute, Oxford)
"Meet the Swinger". Sex, Violence, and Domesticity in U.S. Photography, 1965–1995

Der Vortrag untersucht, wie die Sofortbildfotografie, beispielhaft verkörpert durch Polaroidkameras, die Art und Weise geprägt hat, wie Amerikaner*innen ihr Privatleben dokumentierten – von banalen Familienporträts in den Vororten bis hin zu queerer Häuslichkeit in den Städten. Künstler*innen wie Robert Mapplethorpe, Nan Goldin, Carrie Mae Weems und Donna Ferrato versuchten zunehmend, die selbstgefällige Darstellung weißer Kernfamilien zu durchbrechen, indem sie deren hinter normativen Stereotypen verborgene Wahrheiten über Sex, Gewalt und Intimität dokumentierten. Analysiert wird, auf welche Weise Sofortbilder in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts durch die zu ihrer Erstellung verwendete Technologie, den Kontext, in dem sie gezeigt wurden, und die Authentizität, die ihrer Darstellung des amerikanischen Lebens zugeschrieben wurde, Bedeutsamkeit gewannen.

 

Keynote der Tagung "Gender & Violence. Power Dynamics and their Representations, 19th–21th Centuries".

 

18.00–19.30 Uhr

Deutsches Historisches Institut in Rom

Bitte registrieren Sie sich für eine Präsenz- oder Online-Teilnahme
Vortrag in englischer Sprache

 

Kontakt bei Schwierigkeiten mit der Anmeldung: info-event[at]dhi-roma[dot]it.

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25
Mai
Giulia Bordi
La memoria dei frammenti. La Basilica Maior del monastero di S. Vincenzo al Volturno

Circolo Medievistico Romano

Vorsitz: Lila Yawn

 

16.00 Uhr

Villa Medici, Sala cinema (Viale della Trinità dei Monti, 1, Rom)

 

Veranstaltung in italienischer Sprache

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Valentina Pugliano (Venedig)
Healing and Learning in the Fondaco. A Forgotten Network of Knowledge in the Eastern Mediterranean and the Mamluk and Ottoman Levant 1400–1700
Prospero Alpini, De medicina Aegyptiorum (Padua, 1591), sig. 92r.

Zwischen ca. 1350 und 1700 berief Venedig christliche und jüdische Ärzte zur Versorgung seiner zahlreichen Konsulate und Botschaften in den Nahen Osten. Valentina Pugliano stellt diese bislang nicht dokumentierte Infrastruktur des 'öffentlichen Gesundheitswesens' vor und konzentriert sich dabei insbesondere auf ihren zentralen Schauplatz – den funduq der venezianischen Republik. Indem der Fondaco als zentraler Ort der Heilung und der Geselligkeit und nicht nur des Handels und der Verwaltung neu interpretiert wird, kann gezeigt werden, wie dieser als "Umschlagplatz" für ärztliche Behandlungen "an der Grenze" fungierte. So wurden sowohl venezianische als auch nicht-venezianische Patienten über konfessionelle Grenzen hinweg versorgt. Damit bot er insbesondere christlichen Ärzten gute Möglichkeiten, sich mit den sozialen und intellektuellen Welten der Levante auseinanderzusetzen. Wir werden dieses spannende Thema mit Natividad Planas (Clermont-Ferrand) diskutieren.

 

26. Mai 2026, 17.00–18.00 Uhr

Livestream. Anmeldung erforderlich

Veranstaltung in englischer Sprache

 

Seminarzyklus "Euro-Mediterranean Entanglements in Medieval History", organisiert von den Deutschen Historischen Instituten in Paris und Rom. Gesamtprogramm

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Tagungen & Workshops
Digital Approaches to Restorations and Philology. New Challenges in Music, Dance and Theatre
Grafische Neugestaltung eines Aufführungsraums mit einem humanoiden Avatar (entworfen von Silvia Garzarella).

In den letzten Jahren wurden in zunehmendem Maße digitale Technologien zur Untersuchung von literarischen, musikalischen und visuellen Quellen zu Theaterwerken eingesetzt, mit dem Ziel, die nicht greifbaren Aspekte der Inszenierung wiederaufleben zu lassen und Aufführungsräume und/oder -praktiken virtuell zu rekonstruieren.

 

Der Workshop zielt darauf ab, die methodologischen und praktischen Herausforderungen zu untersuchen, mit denen Forschende und Fachleute bei derartigen Vorhaben konfrontiert sind. Darüber hinaus soll er Gelegenheit bieten, über den hybriden Charakter solcher Arbeiten, die an ihrer Realisierung beteiligten Expert*innen, deren Zielgruppen sowie deren Relevanz im wissenschaftlichen und nichtwissenschaftlichen Bereich nachzudenken.

 

Workshop des DHI Rom in Zusammenarbeit mit dem Dipartimento delle Arti dell'Università di Bologna.

Kontakt: Eleonora Di Cintio, eleonora[dot]dicintio[at]dhi-roma[dot]it

Veranstaltungsflyer (PDF)

 

11.–12. Mai 2026

Deutsches Historisches Institut in Rom

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Kontakt bei Schwierigkeiten mit der Anmeldung: info-event[at]dhi-roma[dot]it.

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Gender & Violence. Power Dynamics and their Representations, 19th–21th Centuries
Wilhelm Busch, Eheliche Prügelei (vor 1908), Öl/Papier/Holz, 14 x 18,5 cm. Provenienz: Sammlung Otto Nöldeke, 1908, Sammlung Reiner Schopke, Auktion (393) Hauswedell & Nolte, Nr. 271.

Die Konferenz untersucht, wie Gewalt vom 19. Jahrhundert bis heute in der Öffentlichkeit als ein stark geschlechtsspezifisches Phänomen dargestellt wurde. In den Einzelbeiträgen werden Narrative von Aggression und Verletzlichkeit in den Bereichen (Populär-) Medien, Recht und Politik betrachtet. Diese Narrative haben wiederum den politischen Entscheidungsprozess beeinflusst und prägen die gesellschaftlichen Realitäten weiterhin auf mehrdeutige Weise. Öffentliche Diskurse über Gewalt hinterfragen und festigen zugleich Geschlechterhierarchien.

 

Unser Ziel ist es, ein differenzierteres Verständnis dafür zu entwickeln, wie Geschlechterhierarchien mit der oft ambivalenten öffentlichen Wahrnehmung bestimmter Verhaltensweisen als gewalttätig oder gewaltfrei verflochten sind.

In sieben separaten Panels werden Perspektiven zu Gewalt in Paarbeziehungen, institutioneller (oder institutionalisierter) Gewalt und Kriegsgewalt, aber auch zu Gesetzesinitiativen und Aktivismus gegen bestimmte Formen von Gewalt, thematisiert und zusammengeführt.

 

Tagung in Zusammenarbeit mit dem German Historical Institute Washington, der Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg und dem LWL-Institut für westfälische Regionalgeschichte, Münster.

Kontakt: Raphael Simon Rössel, roessel[at]ghi-dc[dot]org

 

20.–22. Mai 2026

Deutsches Historisches Institut in Rom

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Kontakt bei Schwierigkeiten mit der Anmeldung: info-event[at]dhi-roma[dot]it.

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Konzert
Die Online-Edition der "Collezione Massimo". Präsentation und Konzert
Archiv des Palazzo Massimo, Rom.

Bei der Sammlung der Familie Massimo handelt es sich um die bedeutendste private Musiksammlung in Rom. So äußerte sich bereits Friedrich Lippmann, ehemaliger langjähriger Leiter unserer musikgeschichtlichen Abteilung. Im Rahmen des von Roland Pfeiffer am DHI Rom zwischen 2008 und 2015 durchgeführten Projekts "Partitura" wurde die Sammlung vollständig katalogisiert und fotografisch dokumentiert. Das Konzert findet anlässlich der Neuauflage des Katalogs und der Online-Veröffentlichung der Sammlung statt, die nun über die Bibliothek des Deutschen Historischen Instituts frei zugänglich ist.

 

Die Veranstaltung erfolgt in Zusammenarbeit zwischen der Abteilung für Musikgeschichte des Deutschen Historischen Instituts in Rom, dem Konservatorium "Santa Cecilia" in Rom und der Società Romana di Storia Patria.

 

Kontakt: Vera Grund, v[dot]grund[at]dhi-roma[dot]it

Veranstaltungsflyer (PDF)

 

15. Mai 2026, 11.00 Uhr

Biblioteca Vallicelliana, Sala Borromini (Piazza della Chiesa Nuova, 18, Roma)

Bitte registrieren Sie sich für eine Präsenz-Teilnahme

 

Kontakt bei Schwierigkeiten mit der Anmeldung: info-event[at]dhi-roma[dot]it.

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DHI unterwegs

Vorträge unserer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler

 

 

30. Mai 2026, 9.00 Uhr

Rome as a Religious Destination for Pilgrims from the North around 1400. A Search for Traces with Special Consideration Given to the Bohemians

Vortrag von Andreas Rehberg im Rahmen der Tagung "Archbishop Jan of Jenštejn. Politics, Liturgy, Devotion and Art around 1400" (28.–30. Mai 2026).

 

Istituto Storico Ceco di Roma, Pontificio Collegio Nepomuceno, Roma

Weitere Informationen

 

 

30. Mai 2026, 15.00 Uhr

Liturgical Hymns by Jan of Jenštejn

Vortrag von David Merlin im Rahmen der Tagung "Archbishop Jan of Jenštejn. Politics, Liturgy, Devotion and Art around 1400" (28.–30. Mai 2026).

 

Istituto Storico Ceco di Roma, Pontificio Collegio Nepomuceno, Roma

Weitere Informationen

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Bibliothek
HIS-Bibliothek kommt ans DHI Rom

Die Bibliothek des Hamburger Instituts für Sozialforschung (HIS) wird zeitgleich mit der Schließung dieser Wissenschaftseinrichtung im Juni 2028 vom Deutschen Historischen Institut in Rom übernommen. Das ist das Ergebnis von Gesprächen, die in den letzten Monaten zwischen den jeweiligen Instituts- und Bibliotheksleitungen geführt worden sind.

Das DHI ist seit langer Zeit die zentrale Anlaufstelle für deutschlandbezogene, aber auch transnationale Perspektiven berücksichtigende historische Forschung in Italien. Durch die Übergabe der Bestände des HIS finden nun erstmals große Bestände historisch-soziologischer Literatur (Schwerpunkt: Geschichte und Gewaltgeschichte Europas im 20. Jahrhundert) einen Ort in der römischen und italienischen Forschungslandschaft, was die Wissenschaftsbeziehungen zwischen Deutschland und Italien in einem internationalen und interdisziplinären Umfeld erheblich stärken sollte.

Die Eingliederung der Bestände des HIS in die Bibliothek des DHI wird derzeit vorbereitet, so dass die Vor-Ort-Nutzung der Bücher und Medieneinheiten schon relativ bald nach Schließung des Hamburger Instituts möglich sein wird.

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Podcast
Between the Lines – der Buch-Podcast des DHI Rom

Vier Fragen – vier Antworten. In dieser Podcast-Reihe stellen wir Bücher der aktuell an unserem Institut Forschenden vor. Den Auftakt macht die Doktorarbeit von Lars Döpking Fiskalische Herrschaft. Steuern, Staat und Politik in Italien seit 1945 – ein für uns alle grundsätzlich interessantes Thema, denn Steuern gehen uns alle an.
Wenn Sie mehr darüber erfahren möchten, welche Quellen Auskunft über den Steuerstaat geben und warum die
Geschichte der italienischen Demokratie zugleich die Geschichte ihrer Steuern ist, dann hören Sie doch mal bei uns rein.

Erste Folge
Lars Döpking, Fiskalische Herrschaft. Steuern, Staat und Politik in Italien seit 1945, Hamburg: Hamburger Edition HIS 2023, ISBN 978-3-86854-371-1.

Video-Podcast, ca. 7 min.

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Varia
90. Geburtstag von Arnold Esch
Unser stellvertretender Direktor Alexander Koller besuchte Arnold Esch und seine Familie in München und überbrachte die Glückwünsche des ganzen DHI-Teams.

Unser ehemaliger Direktor Arnold Esch hat am 28. April 2026 seinen 90. Geburtstag gefeiert. Aus diesem Anlass blicken wir mit großer Dankbarkeit auf sein langjähriges Wirken für unser Institut und seine herausragenden wissenschaftlichen Leistungen zurück. Von 1988 bis 2001 stand er an der Spitze unseres Hauses und prägte es während dieser Zeit nachhaltig. Zuvor hatte er eine Professur für Mittelalterliche Geschichte an der Universität Bern bekleidet. Bereits in den Jahren 1970 bis 1973 war er als Assistent am DHI Rom tätig gewesen.

 

Während seiner Amtszeit als Direktor setzte Arnold Esch wichtige Impulse, unter anderem in der Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses, die er zu einem zentralen Anliegen des Instituts entwickelte. In lebendiger Erinnerung geblieben sind zudem die gemeinsamen Exkursionen und Wanderungen, auf denen er zusammen mit seiner ebenfalls wissenschaftlich tätigen Ehefrau Doris unter anderem die fünf großen antiken Straßen rund um Rom – Via Appia, Via Cassia, Via Flaminia, Via Salaria und Via Valeria – erschloss. Dabei verstand es das Ehepaar Esch auf eindrucksvolle Weise, die Leidenschaft für Geschichte und Archäologie mit der Freude an Natur und Landschaft zu verbinden und an andere weiterzugeben. Die Ergebnisse dieser Forschungen fanden 1997 ihren Niederschlag in der Monographie "Römische Straßen in ihrer Landschaft. Das Nachleben antiker Straßen um Rom. Mit Hinweisen zur Begehung im Gelände". Zahlreiche weitere Veröffentlichungen belegen Arnold Eschs herausragende Stellung als Kenner des mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Rom sowie des spätantiken und frühmittelalterlichen Straßennetzes in Mittelitalien.

 

Zu seinem 'runden' Geburtstag wünschen wir ihm und seiner Frau von Herzen alles Gute!

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Nachruf auf Martin Bertram
Foto von Martin Bertram aus dem DHI-Fotoarchiv.

Das DHI trauert um seinen langjährigen Mitarbeiter Martin Bertram (26. Juli 1938 – 20. April 2026). Als Historiker widmete er sich vor allem der Erforschung mittelalterlicher Kanonisten, ihrer Werke und der kanonistischen Handschriften. 1968 wurde er durch den späteren Direktor des DHI Reinhard Elze mit einer Dissertation über die Abdankung Papst Cölestins V. (1294) und die Kanonisten an der Freien Universität Berlin promoviert. Für die Quellenrecherche war er 1965–1967 als Stipendiat des DHI nach Rom gekommen. Nach der Promotion zunächst im Schuldienst tätig, kehrte er 1980/1981 als Gastdozent an das DHI zurück. Ab 1985 war er bis zu seinem Ruhestand 2003 als wissenschaftlicher Mitarbeiter bei uns beschäftigt, wobei er vor allem redaktionelle Aufgaben übernahm (QFIAB, Bibliothek des Deutschen Historischen Instituts in Rom). International galt Martin Bertram als ein Spezialist für die Dekretalen, aber auch für das Bologneser Notariat und mittelalterliche Testamente. Viele seiner Aufsätze hat er für den 2013 erschienenen Band "Kanonisten und ihre Texte (1234 bis Mitte 14. Jh.)" noch einmal auf den neuesten Stand gebracht. Seine außergewöhnlichen Kenntnisse mittelalterlicher Handschriften ermöglichten die Erstellung der "Signaturenliste der Handschriften der Dekretalen Gregors IX. (Liber Extra)", die auf der Website des DHI frei einsehbar ist. Dort sind auch die Ergebnisse des von Martin Bertram gemeinsam mit Silvia Di Paolo und Marta Pavón durchgeführten Projekts "Decretales pictae. Le miniature nei manoscritti delle Decretali di Gregorio IX (Liber Extra)" konsultierbar, in dem Miniaturen und Text in den Handschriften des "Liber Extra" zueinander in Beziehung gesetzt werden. In Zusammenarbeit mit Paola Maffei schloss Bertram erfolgreich die Katalogisierung der in der Biblioteca Capitolare de La Seu d'Urgell aufbewahrten Handschriften ab. Wiederholt stellte er die Bedeutung der vom DHI herausgegebenen Repertoria (RG und RPG) für die Kanonistik unter Beweis. Auch noch lange nach seiner Pensionierung stand er dem DHI großzügig mit Rat und Tat zur Seite.

 

Seine Hilfsbereitschaft, Offenheit und Kompetenz werden wir dankbar in Erinnerung behalten.

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Impressum
Redaktion: Dr. Claudia Gerken, Ulrike Hekermans, Dr. Kordula Wolf
Deutsches Historisches Institut in Rom
Via Aurelia Antica, 391 - I-00165 Roma - Italia - www.dhi-roma.it