Deutsches Historisches Institut in Rom
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November

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Chancen
Wissenschaftliche*r Mitarbeiter*in
Leitung Geschichte der Frühen Neuzeit

Wir suchen ab dem 1. Mai 2027 (oder nach Vereinbarung) in Vollzeit eine*n wissenschaftliche*n Mitarbeiter*in (m/w/d) für die Leitung des Forschungsbereichs Geschichte der Frühen Neuzeit. Die Geschichte der Frühen Neuzeit ist seit der Gründung des Instituts eine der Säulen des Forschungsprogramms. Die ausgeschriebene Stelle soll mit einer Persönlichkeit besetzt werden, die bei der konzeptionellen Weiterentwicklung dieses Bereichs nachhaltige Impulse zu setzen vermag, insbesondere hinsichtlich der Ausarbeitung innovativer Forschungsprojekte und Drittmittelanträge.

 

Bewerbungen können bis zum 15. November 2026 über unser Bewerbungsportal eingereicht werden. Dort finden Sie auch den vollständigen Text der Ausschreibung.

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Musikwissenschaftlicher Studienkurs (15.–19. März 2027)
Rom, Opernhaus.

Der Studienkurs Musikstadt Rom: Theatralität und (Selbst)Inszenierung richtet sich an Studierende ab dem fortgeschrittenen Bachelorstudium. Im Rahmen des Kurses werden wir uns sowohl mit Orten befassen, an denen die Stadt selbst zur Bühne wird, als auch mit den vielfältigen Formen, in denen Musik als Medium kultureller, politischer und religiöser Selbstinszenierung eingesetzt und eigens für diese Kontexte komponiert wurde. Neben Besichtigungen und Stadtspaziergängen ist in Kooperation mit Prof. Dr. Luca Aversano eine gemeinsame Students' conference am DAMS (Discipline Arti Musica Spettacolo) der Università degli Studi Roma Tre geplant.

 

Die Ausschreibung mit allen weiteren Informationen finden Sie in unserem Bewerbungsportal. Wir freuen uns auf Bewerbungen bis zum 22. November 2026.

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Spring School Mittelalter (30. März–3. April 2027)

Die Spring School Schlaglichter der italienischen Geschichte im Mittelalter will junge Studierende für die facettenreiche italienische Geschichte im Mittelalter begeistern und gleichzeitig auf die vielfältigen Möglichkeiten, in Rom wissenschaftlich zu arbeiten, hinweisen. Spezialist*innen aus dem DHI sowie Mitglieder des Wissenschaftlichen Beirates des Instituts führen anhand ausgewählter Materialien in grundlegende Aspekte der italienischen Geschichte ein, wecken Interesse an offenen Fragen und vermitteln handwerkliche Fähigkeiten zur Quellenanalyse. Auf dem Programm steht ebenfalls der Besuch eines römischen Archivs und des Laterankomplexes.

 

Bewerbungen können bis 30. November 2026 über unser Bewerbungsportal eingereicht werden. Hier stehen auch alle weiteren Informationen zur Verfügung.

 

 

Julia Andree von der RWTH Aachen University ist ehemalige Teilnehmerin der Spring School. Im Gespräch erzählt sie, dass unser Studienkurs ihr nicht nur spannende Einblicke in Archive und Quellenarbeit gegeben hat, sondern dass sie dadurch auch begonnen hat, ein berufliches Netzwerk aufzubauen.

 

→ Hier geht es zum Video-Podcast (ca. 12 min.).

DHI Next Generation

Von der Spring School zur Doktorandin und Dozentin: Julias Weg in die mittelalterliche Geschichte Italiens

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Personalia
Stipendium für mittelalterliche Geschichte
Giovanni Rovai

Giovanni Rovai hat im Oktober das Postdoc-Stipendium für mittelalterliche Geschichte angetreten, das gemeinsam vom DHI Rom, der École française de Rome und dem Istituto Storico Italiano per il Medioevo (ISIME) für ein Jahr gefördert wird.

 

Sein Projekt La quota di Dio. La decima ecclesiastica nel Mezzogiorno normanno (secc. XI–XII) befasst sich mit einer Neubewertung dieses Zehnten im normannisch-staufischen Süditalien anhand der Erkenntnisse der jüngsten internationalen Geschichtsforschung.

 

Giovanni Rovai schloss seine Promotion an den Universitäten Florenz und Siena in der Fachrichtung Mittelalterliche Geschichte ab. Seine Forschungen konzentrieren sich auf die süditalienischen Diözesen unter normannischer Herrschaft unter besonderer Berücksichtigung der Region Apulien, auf die Entwicklung der bischöflichen Autorität und deren territorialer Ausformung, das Schisma zwischen Innozenz II. und Anaklet II. sowie die Verbindungen zwischen den "normannischen Welten".

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Doktorandin
Angela Cimino

Angela Cimino war vier Jahre lang Doktorandin in der Transnationalen Forschungsgruppe The Global Pontificate of Pius XII. Catholicism in a Divided World, 1945–1958. Sie hat ihre Doktorarbeit zum Thema "Das umkämpfte Heilige Land. Der Vatikan und die Gründung des Staates Israel, 1947–1957" gerade beendet und das Institut Ende Oktober verlassen. Wir werden sie vermissen, freuen uns aber von ganzem Herzen mit ihr, dass sie bereits ab November eine Stelle am Museo ebraico in Bologna antritt, wo sie in den Bereichen Bibliothek, Archiv, Buchhandlung und Pressestelle arbeiten wird.

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Wer macht was?
Junge Forschung am DHI Rom

Hier finden Sie einen Überblick über unsere aktuellen Stipendiat*innen und ihre Forschungsthemen.

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Vorträge
9
Nov
Anja Božič
Ciceronianus vel Christianus. San Girolamo tra Medioevo e Umanesimo

Circolo Medievistico Romano

Vorsitz: Paul Oberholzer SJ

 

16.30 Uhr

Pontificia Università Gregoriana, Palazzo Frascara, Aula F104 (Piazza della Pilotta 3, Rom)

Veranstaltung in italienischer Sprache

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John-Paul Ghobrial (University of Oxford)
Union from Below? Improvisation and Everyday Life in Rome's Quest for Union with the Nestorians, 1616–1617

Keynote Lecture im Rahmen der Tagung The Union of Brest 1596 and Beyond. Towards an Entangled and Social History of Church Unions in the Early Modern Era.

 

9. November 2026, 17.00–18.30 Uhr

 

Deutsches Historisches Institut in Rom

Bitte registrieren Sie sich für eine Präsenz- oder Online-Teilnahme

Vortrag in englischer Sprache

 

Kontakt bei Schwierigkeiten mit der Anmeldung: info-event[at]dhi-roma[dot]it.

 

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10
Nov
Laura Moure Cecchini (Università di Padova)
Italia-Germania 1933. Esposizioni, diplomazia e propaganda

Monatsvortrag

 

18.00–20.00 Uhr

Deutsches Historisches Institut in Rom

Bitte registrieren Sie sich für eine Präsenz- oder Online-Teilnahme
Vortrag in italienischer Sprache

 

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Nikolas Jaspert (Universität Heidelberg)
Dal mare. Cosa ci racconta la vita marina sul Medioevo
Titelbild des Kapitels "De Piscibus", aus: Hortus Sanitatis, Mainz, 1491.

Obwohl die maritime Geschichte sich als ein eigener Zweig der Geschichtswissenschaften fest etabliert hat, ist ein Bereich noch immer auffällig unterrepräsentiert: die marine Welt – also all das, was sich unterhalb der Wasseroberfläche befindet. In diesem Vortrag wird der Versuch unternommen, aus dieser neuen Perspektive Fenster in bekannte Felder der Geschichtsforschung zu eröffnen. Die mediävistische Erforschung des Mittelmeeres kann mittlerweile auf eine viele Jahrzehnte lange Geschichte zurückblicken. Aber was lernen wir über die Kultur- und Religions-, über die Wirtschafts- und Sozialgeschichte des mittelalterlichen Mittelmeerraums, wenn wir nun die Lebewesen und Substanzen des Meeres zum Ausgangspunkt unserer Betrachtung machen?

 

Jahresvortrag der Unione Internazionale degli Istituti di Archeologia, Storia e Storia dell'Arte in Roma

Veranstaltungsflyer  

12. November 2026, 18.00 Uhr

École française de Rome (Piazza Navona 62)

Vortrag in italienischer Sprache

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12
Nov
Silke Hensel (Universität zu Köln)
Von asymmetrischen Verhältnissen zu asymmetrischen/ungleichen Beziehungen. Die Etablierung der spanischen Kolonialherrschaft in Amerika und Othering-Prozesse zu ihrer Aufrechterhaltung

Keynote Lecture im Rahmen der Tagung Asymmetrische Beziehungen – Asymmetrische Verhältnisse.

18.00–20.00 Uhr

 

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Vortrag in deutscher Sprache

 

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16
Nov
Dirk Van Hulle (Oxford-Antwerpen)
Genetic Criticism across Disciplines

Keynote Lecture im Rahmen der Tagung "Comparative Perspectives on Genetic Criticism in Music".

15.00–16.00 Uhr

 

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Vortrag in englischer Sprache

 

Kontakt bei Schwierigkeiten mit der Anmeldung: info-event[at]dhi-roma[dot]it

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Marco Meriggi (Università degli Studi di Napoli Federico II)
Carboneria e Tugendbund tra età napoleonica e restaurazione. Un confronto
Neapolitanische Angehörige des Geheimbundes der Carbonari (1821).

Zu Beginn des 19. Jahrhunderts entstanden im napoleonischen Europa an weit voneinander entfernten Orten Geheimbünde – einerseits in Preußen, das durch den Tilsiter Frieden von Napoleon gedemütigt worden war, andererseits in dem unter der Herrschaft von Joachim Murat stehenden Süditalien. Diese Vereinigungen unterschieden sich in vielerlei Hinsicht stark, dennoch verfolgten sie das gemeinsame Ziel, den französischen Einfluss zu bekämpfen. Durch Maßnahmen, die mit denen des Staates konkurrierten, förderten sie einen bürgerlichen Patriotismus. Eine vergleichende Geschichte des Tugendbundes und der Carboneria vermittelt uns wichtige Erkenntnisse über die politischen Prozesse im Europa des frühen 19. Jahrhunderts.

 

Keynote Lecture im Rahmen der Tagung "Politica e sicurezza nell'Italia meridionale tra periodo napoleonico e postfascismo (1800–1950)".

19. November 2026, 18.00–20.00 Uhr

 

Deutsches Historisches Institut in Rom

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Vortrag in italienischer Sprache

 

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Alexandr Osipian (Leipzig)
Oriental Carpets in Renaissance Art and Public Discourse. Cultural Transfer between the Middle East, Italy and Eastern Europe
Jagdteppich (Ausschnitt), erste Hälfte 16. Jahrhundert (Mailand, Museo Poldi Pezzoli, © Wikimedia Commons).

Die italienische Renaissance spielte bei der Entstehung und Etablierung der Mode der Orientteppiche in ganz Europa eine Schlüsselrolle. Während Teppiche als materielle Objekte direkt aus dem Nahen Osten nach Polen-Litauen importiert wurden, gelangte die Wahrnehmung von Teppichen als Ausdruck von Macht über die italienische Hofkultur nach Osteuropa. Die Verbreitung dieser Mode im Europa des 15. und 16. Jahrhunderts war eng mit den wachsenden absolutistischen Bestrebungen der Monarchen auf dem gesamten Kontinent verbunden. In Polen wurde die königliche Macht jedoch zunehmend durch den Adel eingeschränkt, wodurch sich die polnisch-litauische Union in eine "Adelsrepublik" umwandelte. Infolgedessen rückten orientalische Teppiche als Symbole der politischen Rivalität zwischen den monarchistischen und republikanischen Fraktionen der polnischen Elite in den öffentlichen Diskurs. Nicole Kançal-Ferrari (Kartal/İstanbul) wird als Discussant die Session durch ihre Expertise bereichern.

 

26. November 2026, 17.00–18.00 Uhr

Veranstaltungsflyer

Livestream. Anmeldung erforderlich

Veranstaltung in englischer Sprache

 

Seminarzyklus "Euro-Mediterranean Entanglements in Medieval History", organisiert von den Deutschen Historischen Instituten in London, Paris, Rom und Warschau. Gesamtprogramm

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Herbstführungen
Kordula Wolf
Santi Quattro Coronati: cappella di San Silvestro, chiesa, chiostro e Aula gotica
Fresken in der Silvesterkapelle (Wikimedia Commons).

Der Freskenzyklus im Oratorium des Hl. Silvester aus der Mitte des 13. Jahrhunderts ist weltberühmt. Er befindet sich im Gebäudekomplex Santi Quattro Coronati in Rom, dessen mittelalterliche Geschichte wir kennenlernen werden. Dabei werden wir auch die Kirche, den angrenzenden Kreuzgang und den prächtigen gotischen Saal besichtigen, der einst Teil des Kardinalspalasts war.

 

13. November 2026

Treffpunkt: 17.00 Uhr, Via dei Santi Quattro 20 (auf dem Platz vor dem Eingang)

 

Kosten: 13 Euro (bitte passend bar mitbringen). Aufgrund von Treppen kein barrierefreier Zugang möglich.

Begrenzte Teilnehmerzahl: 15

Führung in italienischer Sprache

 

Es wird um eine verbindliche Anmeldung bis zum 11. November 2026 unter info-event[at]dhi-roma[dot]it gebeten. Auch Fragen zur Führung können an die angegebene E-Mail-Adresse gerichtet werden.

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Alessandra Liberatore
Restauro del Libro Antico tra Arte e Scienza

Alessandra Liberatore, die sowohl Handschriftenkunde als auch Konservierung und Restaurierung antiker Bücher studiert hat, bietet den Teilnehmenden einen Einblick in die verschiedenen Facetten ihres Arbeitsfeldes. Dabei geht sie auf den Ausbildungsweg und die Fachkompetenzen von Restaurator*innen ebenso wie auf die Ziele einer Restaurierungsmaßnahme und die Bedeutung der Konservierung für die Erhaltung von Buchbeständen ein.

Mithilfe von Fotos und Videos werden die verschiedenen Phasen einer Restaurierung illustriert sowie Techniken und Materialien besprochen. Abschließend besteht die Möglichkeit, einige antike Bände aus dem reichhaltigen Buchbestand des DHI, die die Restauratorin im Laufe der Jahre behandelt hat, vor Ort zu betrachten.

 

24. November 2026

Treffpunkt: 15.00 Uhr, Empfangsbereich des Deutschen Historischen Instituts in Rom, Via Aurelia Antica 391

 

Kosten: Der Eintritt ist frei. Kostenloser Parkplatz steht auf dem Gelände zur Verfügung.

Begrenzte Teilnehmerzahl: 15

Führung in italienischer Sprache

 

Es wird um eine verbindliche Anmeldung bis zum 23. November 2026 unter info-event[at]dhi-roma[dot]it gebeten. Auch Fragen zur Führung können an die angegebene E-Mail-Adresse gerichtet werden.

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Tagungen
The Union of Brest 1596 and Beyond. Towards an Entangled and Social History of Church Unions in the Early Modern Era

Die Union von Brest (1596) gilt seit langem als entscheidender Wendepunkt in der frühneuzeitlichen Geschichte der Ukraine, Polens, Litauens und Weißrusslands. Meist wurde sie bisher unter regionalen und konfessionellen Gesichtspunkten untersucht und als singuläres Ereignis betrachtet. Anlässlich des 430. Jahrestags der Union von Brest zielt diese Tagung darauf ab, diesen historischen Moment neu zu beleuchten, indem sie ihn in einen breiteren europäischen und globalen Kontext einordnet und kirchliche Bündnisse als verflochtene, sozial verankerte und historisch dynamische Phänomene der frühneuzeitlichen Welt betrachtet.

 

Internationale Tagung in Zusammenarbeit mit der École française de Rome

 

9. November 2026: DHI Rom

10. November 2026: École française de Rome (Piazza Navona 62)

Veranstaltungsflyer

Programm

 

Bitte registrieren Sie sich für eine Präsenz- oder Online-Teilnahme am 9.11.2026 im DHI

 

Kontakt bei Schwierigkeiten mit der Anmeldung: info-event[at]dhi-roma[dot]it.

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Asymmetrische Beziehungen – Asymmetrische Verhältnisse
Emma Tumanyan, Asymmetry, 2020, Öl auf Papier (lizenziert durch Art Majeur).

Warum es Zwangsherrschaft, Ungleichheit und Unterdrückung gibt und warum sich diese als so langlebig erweisen, gehört wohl zu den wichtigsten Fragen der Historischen Sozialwissenschaften. Die Forschung geht dabei davon aus, dass solche Ungleichheiten nicht natürlich gegeben, sondern von Menschen in gesellschaftlichen und kulturellen Zusammenhängen hervorgebracht werden. Es gilt also zu verstehen, wie vielschichtig die Entstehung von Asymmetrien durch situationsbedingte oder strukturelle Faktoren ist und auf welche Weise sie sich verfestigen und aufrechterhalten werden.

Vor diesem Hintergrund fragen die Beiträge der Tagung, inwiefern das Begriffspaar "Asymmetrische Beziehungen – Asymmetrische Verhältnisse" dabei helfen kann, entsprechende Zusammenhänge über Epochen hinweg sichtbar zu machen und den Austausch zwischen Sozial- und Geschichtswissenschaften zu intensivieren. Im Mittelpunkt stehen die theoretischen, methodologischen und empirischen Herausforderungen asymmetrischer Beziehungen aus der Perspektive verschiedener Disziplinen, wobei insbesondere diskutiert wird, wie sie auch als Verhältnisse soziale Ordnung stabilisieren und zementieren.

 

Jahrestagung des Arbeitskreises Historische Soziologie der Deutschen Gesellschaft für Soziologie (DGS) in Kooperation mit dem Deutschen Historischen Institut in Rom

 

12.–13. November 2026

Programm

Deutsches Historisches Institut in Rom

Bitte registrieren Sie sich für eine Präsenzteilnahme

 

Kontakt bei Schwierigkeiten mit der Anmeldung: info-event[at]dhi-roma[dot]it.

 

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Comparative Perspectives on Genetic Criticism in Music
"Genetisch-kritisches Babel" der Forschung zu musikalischen Schaffensprozessen (KI-unterstützt generiert).

Die 2025 gegründete IMS Study Group "Comparative Perspectives on Genetic Criticism" lädt zu ihrer ersten internationalen Tagung ans DHI Rom ein. Mit der Konferenz zielt sie einerseits auf eine Standortbestimmung der Fragestellungen, Methoden und Terminologien in textgenetischen Studien zu musikalischen Schaffensprozessen und andererseits auf die Identifikation komparatistischer Potenziale, d.h. Komponisten-übergreifender methodischer Ansätze.

 

In den letzten Jahrzehnten hat die Forschung zu den kreativen Prozessen in der Musik einen spürbaren Aufschwung erlebt, der allerdings von einer kaum noch zu überblickenden Ausweitung des Vokabulars begleitet wurde. Dieses "genetisch-kritische Babel" (Grésillon, 1994) erschwert zunehmend den Dialog zwischen Projekten und Forschungsgruppen. Die Konferenz fordert daher bewusst dazu auf, Ideen und Erfahrungen für eine komparatistische Skizzenforschung zu teilen und den Austausch zu fördern, möglicherweise auch mit Blick auf digitale Datenmodelle und editorische Werkzeuge. Welche Ähnlichkeiten oder Bezugnahmen in unterschiedlichen Forschungstraditionen lassen sich bereits jetzt beobachten? Welche Methoden können zwischen Projekten diskutiert und womöglich wechselseitig übernommen werden? Welche epistemischen Potenziale stecken in einem komparatistischen Zugriff?

 

Internationale Tagung in Zusammenarbeit mit der Akademie der Wissenschaften Mainz und der International Musicological Society (IMS).

 

16.–18. November 2026

 

Deutsches Historisches Institut in Rom

Bitte registrieren Sie sich für eine Präsenz- oder Online-Teilnahme

 

Kontakt bei Schwierigkeiten mit der Anmeldung: info-event[at]dhi-roma[dot]it.

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Politica e sicurezza nell'Italia meridionale tra periodo napoleonico e postfascismo (1800–1950)
Die Gefangennahme eines englischen Reisenden in Battipaglia Mitte des 19. Jahrhunderts, aus: William John Charles Moens/Anne Moens, English Travellers and Italian Brigands. A Narrative of Capture and Captivity, New York: Harper 1866, S. 75.

Der italienische Mezzogiorno ist in den Mittelpunkt der italienischen Zeitgeschichte gerückt – dank einer fruchtbaren Forschungsphase, die, ausgehend vom langen 19. Jahrhundert, neue und wichtige Perspektiven eröffnet hat. Die Gesellschaft und die Politik Süditaliens, aber auch der Diskurs über den Mezzogiorno selbst, erweisen sich als treibende Kräfte des Wandels, die in viele Richtungen und für verschiedene Zukunftsszenarien offen sind. Dadurch zeichnet sich ein neues Bild des Südens ab, der im Zentrum von Konflikten und Umbrüchen steht, die weit über dessen Grenzen hinaus reichen: revolutionäre Spannung und Modernisierung des monarchischen Staates, nationale Integration und imperiale Expansion, politische Teilhabe und kriminelles Sektierertum.

Die Hauptakteure dieses historiografischen Ansatzes kommen am Deutschen Historischen Institut in Rom zusammen, um dessen Ergebnisse zu erörtern, diese der deutschen Geschichtsforschung vorzustellen und einen Blick auf künftige Forschungsprojekte zu werfen. Das Treffen bietet zudem die Gelegenheit, Marco Meriggi als eine der führenden Persönlichkeiten der italienischen Mezzogiorno-Forschung und seine zentrale Rolle bei der Entwicklung der Beziehungen zwischen der italienischen und der deutschen Geschichtswissenschaft zu ehren.

 

Internationaler Studientag

19.–20. November 2026

 

Deutsches Historisches Institut in Rom

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Publikation
Camillo Botturi/Pavel Marek (Hg.)
Declino e caduta di un imperatore. La corte imperiale di Rodolfo II attraverso la corrispondenza di Camillo Cattaneo

OPEN ACCESS

Erstmals wird in diesem Band der Briefwechsel zwischen Francesco Gonzaga di Castiglione und seinem Agenten am kaiserlichen Hof in Prag, Camillo Cattaneo, ediert. Er bietet einen anschaulichen Einblick in die turbulenten Ereignisse, welche die letzte Phase der Regierungszeit Rudolfs II. (1610–1612) prägten. Das von Cattaneo gezeichnete Bild des Hofes ist von außerordentlichem Wert, da es diese Institution unzensiert darstellt und die Möglichkeit bietet, einen unverstellten Blick hinter die Fassade "ehrenwerter Verstellung (dissimulazione onesta)" am Hof zu werfen. Aus Cattaneos Briefen erschließt sich eine von erbitterten Rivalitäten geprägte Welt, in der selbst der kleinste Fehltritt unabsehbare Folgen haben kann.

 

Camillo Botturi/Pavel Marek (Hg.), Declino e caduta di un imperatore. La corte imperiale di Rodolfo II attraverso la corrispondenza di Camillo Cattaneo, Heidelberg: Heidelberg University Publishing 2026 (Online-Schriften des DHI Rom. Neue Reihe | Pubblicazioni online del DHI Roma. Nuova Serie, Bd. 13), URL: https://heiup.uni-heidelberg.de/catalog/book/1780.

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Leseecke
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Elisa Novara, "The Effect Was the Same, but Not for the Eye." From Playability to Augenmusik in Beethoven's Arrangement of His Grande Fugue Op. 133/134, in: The Beethoven Journal 38, Article 5, 2026. Hier geht es zum Artikel.

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DHI unterwegs

Vorträge unserer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler

 

10. November 2026, 15.40 Uhr

Alla ricerca di tracce. Osservazioni sulla presenza musulmana nelle regioni adriatiche dell'Italia centrale e meridionale nei secoli XI e XII

Vortrag von Kordula Wolf im Rahmen der internationalen Tagung "Interazioni dal Mediterraneo alle Terre del Guerriero" in Chieti (10.–11. November 2026).

 

Campo universitario, Chieti

Weitere Informationen

 

12. November 2026, 16.00 Uhr

Reisen geistlicher Diplomaten in der Frühen Neuzeit. Planung, Durchführung, Wahrnehmung der Fremde

Vortrag von Alexander Koller im Rahmen des Forschungskolloquiums von Prof. Harriet Rudolph im Wintersemester 2026/27 an der Universität Regensburg.

 

Universität Regensburg, Fakultät für Philosophie, Kunst-, Geschichts- und Gesellschaftswissenschaften

Weitere Informationen

 

 

16., 17., 18. November 2026, 14.30–16.30 Uhr

The Medieval Papacy from the Gregorian Reform to The Papal Monarchy

Seminar von Caterina Cappuccio im Rahmen des Kurses "Italy in the Middle Ages" (Prof. Giulia Zornetta).

 

Università di Padova, Dipartimento di Studi Linguistici e Letterari – DiSLL

Weitere Informationen

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DHI Rom – Ausblick

Für alle, die bereits neugierig auf unsere Veranstaltungen der nächsten Monate sind, lohnt sich ein Blick auf unsere Website.

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Impressum
Redaktion: Dr. Claudia Gerken, Ulrike Hekermans, Dr. Kordula Wolf
Deutsches Historisches Institut in Rom
Via Aurelia Antica, 391 - I-00165 Roma - Italia - www.dhi-roma.it