Für das faschistische Regime war Venedig vor allem eine Bühne, auf der Italien seine kulturelle Vorrangstellung innerhalb Europas zur Schau stellen konnte. Neben großen Infrastrukturprojekten entstanden neue kulturelle Initiativen, darunter auch eine stärkere Förderung der verstaatlichten Biennale von Venedig. Durch die Schaffung neuer sowie die Umstrukturierung bereits bestehender Museen versuchte die zuständige Denkmalbehörde, auf den allmählichen Zerfall der historischen Privatsammlungen Venedigs zu reagieren.
Die Konferenz zielt darauf ab, die kulturelle, historische und politische Identität des faschistischen Venedigs aus der Perspektive von Ausstellungen, Museen und dem Kunstmarkt zu untersuchen. Im Gegensatz zur bestehenden Forschung, die sich weitgehend auf die Rolle der Biennale und der zeitgenössischen Kunst konzentriert, wird ein breiterer und integrierter Ansatz zur Geschichte des Sammelns verfolgt, der nicht nur Kunstsammlungen, sondern auch archäologische, ethnografische, naturhistorische und kulturhistorische Sammlungen umfasst.
Internationale Tagung der Ludwig-Maximilians-Universität München, des Zentralinstituts für Kunstgeschichte München, der Università IUAV Venedig und des Deutschen Historischen Instituts in Rom, in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Studienzentrum in Venedig und der Università Ca' Foscari.
Venedig
7. Oktober: Deutsches Studienzentrum in Venedig
8. Oktober: Università Ca' Foscari, Ca' Dolfin
9. Oktober: Università IUAV Venezia
Programm