Deutsches Historisches Institut in Rom
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Oktober

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Chancen
Wissenschaftliche*r Mitarbeiter*in
Leitung Geschichte der Frühen Neuzeit

Wir suchen ab dem 1. Mai 2027 (oder nach Vereinbarung) in Vollzeit eine*n wissenschaftliche*n Mitarbeiter*in (m/w/d) für die Leitung des Forschungsbereichs Geschichte der Frühen Neuzeit. Die Geschichte der Frühen Neuzeit ist seit der Gründung des Instituts eine der Säulen des Forschungsprogramms. Die ausgeschriebene Stelle soll mit einer Persönlichkeit besetzt werden, die bei der konzeptionellen Weiterentwicklung dieses Bereichs nachhaltige Impulse zu setzen vermag, insbesondere hinsichtlich der Ausarbeitung innovativer Forschungsprojekte und Drittmittelanträge.

 

Bewerbungen können bis zum 15. November 2026 über unser Bewerbungsportal eingereicht werden. Dort finden Sie auch den vollständigen Text der Ausschreibung.

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Personalia
Professur
Lutz Klinkhammer

Lutz Klinkhammer, stellvertretender Direktor des DHI Rom, ist von der Johannes Gutenberg-Universität Mainz zum außerplanmäßigen Professor ernannt worden. Die Ernennung erfolgte auf Vorschlag des Fachbereichs Geschichts- und Kulturwissenschaften und mit Zustimmung des Senats. Die Universität würdigt mit dem Titel seine Leistungen in Forschung und Lehre. Klinkhammer ist seit 1999 am DHI Rom tätig und habilitierte sich 2016 in Mainz für Neuere und Neueste Geschichte. Zu seinen Forschungsschwerpunkten zählen die italienische Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts, Europa zur Zeit Napoleons, Nationalsozialismus und Zweiter Weltkrieg sowie nationale Erinnerungskulturen seit 1945.

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Karl-Polanyi-Preis
Lars Döpking
Verleihung des Karl-Polanyi-Preis, 29. September 2026 in Mainz (Foto Veit Braun).

Lars Döpking, unser wissenschaftlicher Mitarbeiter im Bereich Neuere und Neueste Geschichte, erhielt Ende September den Karl-Polanyi-Preis. Dieser wird alle zwei Jahre von der Sektion Wirtschaftssoziologie der Deutschen Gesellschaft für Soziologie (DGS) für eine herausragende Forschungsarbeit auf dem Gebiet der Wirtschaftssoziologie vergeben. Alternierend erhalten wissenschaftliche Monografien und wissenschaftliche Artikel diese Auszeichnung. In diesem Jahr fiel die Wahl auf die Doktorarbeit von Lars Döpking als das beste Buch der letzten vier Jahre: Fiskalische Herrschaft. Steuern, Staat und Politik in Italien seit 1945, Hamburg: Hamburger Edition HIS 2023 (ISBN 978-3-86854-371-1).

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Verwaltung
Caterina Mazzetti

Wir verabschieden Caterina Mazzetti, die Ende September unser Institut verlassen hat. Sie gehörte in den letzten Jahren zum Team unserer Verwaltung und hat sich vor allem um Stipendien und die Administration des italienischen Personals gekümmert. Wir danken ihr für die gute Zusammenarbeit und wünschen ihr für ihren weiteren beruflichen Weg von Herzen alles Gute.

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Ludwig und Margarethe Quidde Fellow
Theresa Jäckh

Auch von Theresa Jäckh müssen wir uns leider verabschieden. Sie war für ein Jahr Ludwig und Margarethe Quidde Fellow bei uns. In dieser Zeit hat sie an ihrem zweiten Buchprojekt gearbeitet: "Communicating Difference. Jewish Life and Legal Culture across the Mediterranean". Im Zentrum steht dabei die Frage, wie Jüdinnen und Juden selbst Differenz kommunizierten und wie dies in ihrer Rechtskultur greifbar wird. Hier in Rom hat sie dafür im Archivio Apostolico Vaticano und im Archivio Storico della Penitenzieria Apostolica geforscht. Nun kehrt sie wieder an die Universität Tübingen zurück. Wir wünschen viel Erfolg für ihr Habilitationsvorhaben und danken ihr herzlich für das große Engagement, mit dem sie sich in die Aktivitäten des Instituts eingebracht hat.

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Wer macht was?
Junge Forschung am DHI Rom

Hier finden Sie einen Überblick über unsere aktuellen Stipendiat*innen und ihre Forschungsthemen.

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Vorträge
Axel Körner (Universität Leipzig)
"Addio diletta America". 250 Years of American Independence in Italian Perspective
Giovanni Battista Tiepolo, Detail mit der Darstellung Amerikas aus dem Deckengemälde "Apollo und die vier Kontinente" in der Würzburger Residenz.

Historiker*innen und Politikwissenschaftler*innen gehen oftmals wie selbstverständlich davon aus, dass Nationen der ganzen Welt die Vereinigten Staaten und deren Verfassung als nachahmenswertes Vorbild betrachteten. Obwohl viele progressive Denker seit 1776 die politischen Veränderungen jenseits des Atlantiks hochschätzten und sich bei ihrem Bestreben nach politischer Eigenständigkeit für ihre jeweiligen Nationen von den Vereinigten Staaten inspirieren ließen, resultierte ihre Wertschätzung nicht unbedingt in blinder Bewunderung. Insbesondere Italiener fragten sich durchaus kritisch, ob sie von Amerika etwas lernen könnten. Ihre Skepsis rührte vor allem von der Brutalität her, mit der der Amerikanische Unabhängigkeitskrieg geführt wurde. Konnte aus einem solchen Konflikt überhaupt ein neues Gemeinwesen entstehen?

 

Vortrag im Zusammenhang mit dem Jahresthema der Max Weber Stiftung  Echoes of 1776. Global Perspectives on the 250th Anniversary of the US Declaration of Independence.

 

6. Oktober 2026, 18.00–20.00 Uhr

Öffentlicher Vortrag in englischer Sprache

Veranstaltungsflyer

 

Deutsches Historisches Institut in Rom

Bitte registrieren Sie sich für eine Präsenz- oder Online-Teilnahme

 

Kontakt bei Schwierigkeiten mit der Anmeldung: info-event[at]dhi-roma[dot]it.

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7
Okt
Maddalena Carli (Università degli Studi di Teramo)
Ginevra-Venezia, 1934. Il colloquio internazionale "L'art et la réalité – L'art et l'État" tra cooperazione intellettuale e propaganda

Keynote Lecture im Rahmen der Tagung Venezia e il fascismo. Musei, mostre, mercato

 

Venedig, Deutsches Studienzentrum in Venedig, Palazzo Barbarigo della Terrazza

17.30 Uhr

 

Livestream über GoTo-Meeting

 

Zu einem späteren Zeitpunkt wird der Vortrag auf dem Youtube-Kanal des Deutschen Studienzentrums in Venedig zur Verfügung gestellt.

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Clemens M. M. Bayer
Rom in Aachen. Zu den vielfältigen Zeugnissen der karolingischen Rom-Rezeption im Zentrum des fränkischen Reichs
Lothar-Kreuz, Aachen, Domschatzkammer, um 1000; der Augustus-Kameo entstand 20–19 v. Chr. in Rom (© Domkapitel Aachen, Foto: Ann Münchow).

Aachen wurde als römische Planstadt um 10 v. Chr. bei berühmten Thermalquellen gegründet. Bis heute bestimmt das antike Straßennetz die Struktur der Innenstadt. Gegen Ende des 3. Jahrhunderts wurde der Kern der Siedlung mit einer massiven Befestigung, dem sogenannten "Castrum", gesichert. Erstaunlicherweise nutzte man die Mauern dieser Anlage, aber auch die der Thermen und sogar einiger römischer Wohnhäuser noch bis ins 12. Jahrhundert! In diesem von der römischen Antike geprägten Rahmen errichteten Karl der Große († 814) und seine Nachfolger anspruchsvolle Neubauten wie die Marienkirche – oft als "Pfalzkapelle" bezeichnet –  und den großen Königssaal. Für mehr als ein halbes Jahrhundert war Aachen dann das wichtigste politische Zentrum des westlichen Europas. Die Ottonen griffen im 10. und 11. Jahrhundert die römisch-karolingische Tradition auf. Otto III. († 1002) ließ durch Papst Gregor V. an der Marienkirche 14 Kardinalssitze einrichten. Der Vortrag beleuchtet die Geschichte Aachens bis ins 11. Jahrhundert – mit besonderem Fokus auf die vielfältigen römischen Einflüsse. Dabei werden auch die wichtigsten Artefakte vorgestellt: solche, die als römische Spolien nach Aachen gelangten, oder die dort nach antiken Vorbildern geschaffen wurden.

 

Eine Veranstaltung des DHI-Freundeskreises in Zusammenarbeit mit dem Institut.

Veranstaltungsflyer

 

9. Oktober 2026, 18.00–20.00 Uhr

Öffentlicher Vortrag in deutscher Sprache

 

Deutsches Historisches Institut in Rom

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20
Okt
Margit Szöllösi-Janze (LMU München)
"Weck den Italiener in dir!". Italien im bundesdeutschen Film der 1950er Jahre

Bevor die Deutschen leibhaftig als Wirtschaftswunder-Touristen auf dem Teutonengrill Urlaub machten, waren sie längst schon dort gewesen: in ihren Phantasien und Wünschen, mit ihrem Lieblingsessen, im Film, in der Musik. Aber ging es wirklich um Italien? Der Vortrag begreift die filmische Reise nach Italien als eine mentale Suchbewegung, um nach dem Nationalsozialismus in einem Außenraum der Transformation eine zivile bundesdeutsche Identität zu definieren und zu erproben. Hier entfaltet sich eine Welt des Konsums, der Freizeit und Unterhaltung, die Selbstverständigungsdiskurse um eine Neujustierung der Geschlechterverhältnisse, von Emotionalität, Körperlichkeit, Erotik und Sexualität ermöglicht.

 

Vortrag im Rahmen des Programms der deutschen Botschaft 75 anni. Una storia che diventa futuro –  75 Jahre. Eine Geschichte für die Zukunft zum 75. Jahrestag der Wiederaufnahme der deutsch-italienischen diplomatischen Beziehungen.

 

18.00–20.00 Uhr

Öffentlicher Vortrag in deutscher Sprache

 

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29
Okt
Sandrine Coyez (Sciences Po, Paris)
Performing Independence. Opera and National Memory in the United States

Vortrag im Zusammenhang mit dem Jahresthema der Max Weber Stiftung Echoes of 1776. Global Perspectives on the 250th Anniversary of the US Declaration of Independence.

 

18.00–20.00 Uhr

Öffentlicher Vortrag in englischer Sprache

 

Deutsches Historisches Institut in Rom

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Tagungen
Venezia e il fascismo. Musei, mostre, mercato
Plakat für die Veronese-Ausstellung in Venedig, 25.4.–4.11.1939 (Foto: Sammlung Salce, Treviso).

Für das faschistische Regime war Venedig vor allem eine Bühne, auf der Italien seine kulturelle Vorrangstellung innerhalb Europas zur Schau stellen konnte. Neben großen Infrastrukturprojekten entstanden neue kulturelle Initiativen, darunter auch eine stärkere Förderung der verstaatlichten Biennale von Venedig. Durch die Schaffung neuer sowie die Umstrukturierung bereits bestehender Museen versuchte die zuständige Denkmalbehörde, auf den allmählichen Zerfall der historischen Privatsammlungen Venedigs zu reagieren.

 

Die Konferenz zielt darauf ab, die kulturelle, historische und politische Identität des faschistischen Venedigs aus der Perspektive von Ausstellungen, Museen und dem Kunstmarkt zu untersuchen. Im Gegensatz zur bestehenden Forschung, die sich weitgehend auf die Rolle der Biennale und der zeitgenössischen Kunst konzentriert, wird ein breiterer und integrierter Ansatz zur Geschichte des Sammelns verfolgt, der nicht nur Kunstsammlungen, sondern auch archäologische, ethnografische, naturhistorische und kulturhistorische Sammlungen umfasst.

 

Internationale Tagung der Ludwig-Maximilians-Universität München, des Zentralinstituts für Kunstgeschichte München, der Università IUAV Venedig und des Deutschen Historischen Instituts in Rom, in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Studienzentrum in Venedig und der Università Ca' Foscari.

 

Venedig

7. Oktober: Deutsches Studienzentrum in Venedig

8. Oktober: Università Ca' Foscari, Ca' Dolfin

9. Oktober: Università IUAV Venezia

 

Programm

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14
Okt
15
Okt
Going Home. Transmitting Models of Jerusalem Homeland to the Latin West in the Middle Ages

Tagung der Universität Heidelberg in Zusammenarbeit mit dem DHI Rom.

Veranstaltungsflyer

 

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20
Okt
21
Okt
Forschungsseminar SISCALT

Seminar der SISCALT (Società Italiana per la Storia Contemporanea dell'Area di Lingua Tedesca) in Zusammenarbeit mit der Università Roma Tre, der Università di Tor Vergata und dem Deutschen Historischen Institut in Rom.

 

Università Roma Tre, Dipartimento di Scienze della Formazione (Via del Castro Pretorio 20, Rom)

Programm

Kontakt: seminario[dot]siscalt[at]gmail.com

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DHI unterwegs

Vorträge unserer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler

 

 

10. Oktober 2026, 9.30 Uhr

I manoscritti liturgico-musicali dell'Abbazia di S. Eutizio. Canti medievali e prospettive digitali

Vortrag von David Merlin im Rahmen der Tagung "La persistenza onlife della memoria. Idee, linguaggi e strumenti del progetto di digitalizzazione del patrimonio culturale di Spoleto" (9.–10. Oktober 2026).

 

Biblioteca "G. Carducci" di Palazzo Mauri, Spoleto

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Varia
Nachruf auf Wolfgang Witzenmann

Wir trauern um Dr. Wolfgang Witzenmann (26.11.1937 – 8.9.2026), wissenschaftlicher Mitarbeiter und stellvertretender Leiter der Musikgeschichtlichen Abteilung von 1965 bis 2001. Witzenmann verband wissenschaftliche mit musikalischer Kompetenz und Kreativität. Seine Forschungstätigkeit galt vor allem der Musik des römischen Barock. Seine Monografien zum Komponisten Domenico Mazzocchi und zur Lateran-Kapelle sind bis heute Standardwerke. Für die Publikationsreihen der Musikgeschichtlichen Abteilung Analecta musicologica und Concentus musicus machte er sich als Herausgeber und Redakteur verdient. Von der Wertschätzung für seine wissenschaftliche Arbeit zeugt die zum 65. Geburtstag herausgegebene Festschrift, die 29 Beiträge und über 700 Seiten umfasst. Bereits während seines Studiums, das neben der Musikwissenschaft auch Querflöte, Klavier und Komposition umfasste, war Witzenmann ebenfalls in der Musikpraxis tätig. Neben seinen Publikationen hinterlässt Wolfgang Witzenmann ein umfangreiches kompositorisches Œuvre, das in der Musikbibliothek des DHI liegt und konsultierbar ist.

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DHI Rom – Ausblick

Für alle, die bereits neugierig auf unsere Veranstaltungen der nächsten Monate sind, lohnt sich ein Blick auf unsere Website.

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Impressum
Redaktion: Dr. Claudia Gerken, Ulrike Hekermans, Dr. Kordula Wolf
Deutsches Historisches Institut in Rom
Via Aurelia Antica, 391 - I-00165 Roma - Italia - www.dhi-roma.it